Sehr lieber dr. belsky,

ich weiß nicht, ob sie sich noch an mich erinnern können – vor einem guten halben jahr habe ich sie mehrmals kontaktiert wegen großer schmerzen im unterkiefer im bereich des gezogenen 36ers.

Da es ja fast nur negativ-berichte und -anfragen der patienten gibt (nonaned…), habe ich mich nun entschlossen, den ausgang meiner geschichte zu schreiben, um so manchem hier mut zu machen.

Ich hatte eine lange lange schmerzodyssee an besagtem 36er zahn hinter mir. Wurzelbehandlungen waren nicht erfolgreich, wurden immer wieder wiederholt, der zahn brach sogar in der mitte auseinander und wurde mit einem stift versehen – nichts half. Ich litt unter immer wieder kehrenden starken schmerzattacken, schmerzmittel brachten kaum linderung. Nach einem jahr schließlich bestand ich darauf, mir den zahn ziehen zu lassen – gesagt, getan, der zahn wurde in einer 1 1/2-stündigen sitzung ***zel für ***zel entfernt – dem zahnarzt stand danach echt der schweiß auf der stirn.
Das war leider noch nicht alles – ich bekam eine alveolitis sicca dazu, die dreimal neu angekratzt werden musste und schmerzte wie hölle. Selbst, als sich die wunde schon verschlossen hatte, gingen die schmerzen nicht vorbei – ich war am ende (da war ich ihnen für ihren zuspruch sehr dankbar!!!) – kein zahnarzt fand – wie vorher auch schon – eine ursache dafür.

Und dann fing ich an, mich mit der sache anders auseinanderzusetzen… Hört sich jetzt komisch an, aber ich habe begonnen, viel darüber nachzudenken. Worin hatte ich mich “verbissen” – wofür habe ich anscheinend “keinen biss mehr”? Ich versuchte, die schmerzen als einen teil von mir zu akzeptieren – sie gehören also jetzt zu mir wie mein gesicht, meine arme und beine. Was in meinem leben möchte ich verändern, wozu quäle ich mich nur noch? Ich schraubte einiges zurück, schaffte neues, redete viel mit leuten über mich (nicht über meine zahnschmerzen) und meinen platz in der welt. Ich bedanke mich hier auch bei meinem liebevollen partner, der mich durch diese zeit getragen hat.

Und plötzlich merkte ich, dass ich seit einem monat schmerzfrei war – der schmerz hat sich ausgeschlichen, ohne dass ich es großartig registriert habe. Das ist nun, wie gesagt, mehr als ein halbes jahr her – das zahnfleisch und der kiefer sind wunderbar verheilt, es geht mir gut!

Es ist zwar jetzt so, dass nun im unterkiefer auf der anderen seite der 5er probleme macht und daher mit einer wurzelbehandlung begonnen wurde, die ähnlich verlaufen zu scheint, wie beim 36er (diffuse schmerzen und so) – ich sehe das aber relativ “relaxed” – es ist erträglich. Ich habs schon einmal geschafft – ich schaff das jetzt auch ein zweites mal (möglicherweise muss ich sie aber dennoch mal wieder was fragen oder so :-D).

In diesem sinne wünsche ich allen schmerz- und angstpatienten in diesem forum alles alles gute und ganz viel energie und kraft für alles, was auf sie zukommt!!

Liebe grüße,

Marion

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