Hallo!

Bei einer Kontrolle haben Sie auf dem Röntgenbild festgestellt, dass meine Amalgamplombe undicht ist. Auf Ihre Empfehlung hin habe ich einen Termin vereinbart, um die Füllung gegen ein Keramikinlay zu tauschen, ich zögerte nicht lange, da Sie sagten, die Füllung sei unproblematisch auszutauschen.
Bei diesem Termin war eine weibliche Vetretung in der Praxis tätig, die das Amalgam entfernt und den Zahn provisorisch gefüllt hat.
Überrascht war ich dann von der Aussage der Vertretung, dass sie schon sehr nah am Zahnnerv hat bohren müssen und ich einen Monat warten soll, ob der Zahnnerv abstirbt bzw. ich Beschwerden am Zahn habe, bevor der Zahn beschliffen und ein Abdruck für das Inlay genommen wird.
Vor dem Ausbohren hatte sie bei Betrachtung des Röntgenbildes noch gesagt, dass die Füllung eh nicht tief sei. Als ich sie nach dem Ausbohren darauf angesprochen habe, sagte sie, die Füllung hätte zwar nicht tief ausgeschaut, wäre aber irgendwie “seitlich” tief gewesen. Bei einem jungen Zahn sei das Risiko sehr hoch, da die Zahnnerven sich noch nicht zurückgezogen haben.
Ich habe nun für Jänner einen Termin vereinbart, es stellt sich mir aber folgende Fragen, da ich nun um das Leben meines lieben Zahnnervs bange:

Muss beim nächsten Termin nicht nocheinmal gebohrt werden, wodurch die Überlebenschancen des Nervs weiter schwinden würden?

Wäre es nicht besser, das Provisorium so lange wie möglich drinzulassen, damit sich der Nerv beruhigen und zurückziehen kann?

Oder würden in dem Fall die Monomere im Provisorium (was für ein Material wurde dafür verwendet?) meinen Zahn killen, nach dem Motto “Stirb langsam”?

Bin ein bisschen geschockt, dass aus einem harmlos erscheinenden Füllungstausch eine Möglichkeit für einen Totalschaden wurde und hoffe, dass man den Zahn retten kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Tobias

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