Sehr geehrter Hr. DDr. Belsky,

ich habe eine lange Historie hinter mir (früher rasch Füllungen erhalten, dann größere Füllungen, dann immer ziemlich rasch Wurzelbehandlungen, nach den Stiftzähnen wars meistens vorbei, weil dann bei fast allen die Wurzel gesprungen ist und die Zähne extrahiert werden mussten). Es folgten ein paar größere Sanierungen mit Brücken und Wurzelbehandlungen.

Endresultat: Biss passt nicht mehr, der Unterbau, des vermeintlich sanierten Gebisses macht immer mehr und mehr Probleme. Zu den Problemen, die im vermeintl. sanierten Gebiss auftraten zählten über die Jahre: Karies unter der Krone, Beschädigung einer Nachbarwurzel bei Extraktion eines Zahnes usw. lockere Brücken nach einem Jahr, gesprungene Wurzeln nach 1-2 Jahren nach Versorgung)

Aktuelle Situation: ich habe mir auf der rechten Seite vom Weisheitszahn eine Brücke aus setzen lassen. (Panoramaröntgen = Ausgangssituation vor der Brücke)

– ein Zahn (4er) wurde von der Frontbrücke getrennt und wurzelbehandelt (Frontbrücke war dort locker)
– Die Zähne vom 4er bis zum Weisheitszahn dahinter wurden beschliffen und verkront
– Sofort nach dem Beschleifen -> massive Zahnfleischentzündung, Fieberschübe und allgemeines Unwohlsein
– Zahnarzt führte das auf die Zahnfleischentzündung zurück, fixiert die finale Brücke und entlässt mich

Beschwerden werden immer schlimmer (wochenlang, 3x Antibiotika) -> dann Vorstellung bei einem anderen Zahnarzt, der überfordert mit einer finalen Lösung scheint, aber zumindest ein paar Schritte setzt:

1.) Behandlung des stark entzündeten Zahnfleisches (Reinigung, Cortison) -> heilt dann ab, geht aber am 5er oben so weit zurück, dass es jetzt über den Kronenrand gerutscht ist
2.) CT angeordnet
3.) Vermutung der Verletzung der biologischen Breite am Weisheitszahn rechts hinten -> Paradontologische Begutachtung erst im November möglich
4.) großer Herd durch undichte Wurzelfüllung am 3er (der noch an der Frontbrücke verblieb und eigentlich nicht behandelt wurde) -> inzwischen vollständige endodontologische WBH abgeschlossen.

Aktuelle Situation:

– Immer wieder Fieberschübe (37.5 – 38°), extreme Müdigkeit (war nur besser, solange der 3er in Wurzelbehandlung war und nicht final geschlossen war, daher die Vermutung, die Behandlung hat dort etwas “aufgewühlt”?)
– Unklare Situation hinsichtlich der biologischen Breite am Weisheitszahn hinten rechts
– Termin für Wurzelspitzenresektion am 3er an der Uniklinik erst am 07.11 (in der Hoffnung, dass dieser Zahn die Fieberschübe verursacht). WSR angebl.in Ordination nicht möglich, da die Zahnspitze zu knapp an der Nasen/Kieferhöhle liegt)
– Verzweiflung ob des weiteren Vorgehens, da

1.) der Biss überhaupt nicht mehr stimmt
2.) die Brücke wohl nicht sauber gearbeitet wurde
3.) das Fieber immer wieder kommt

Internistisch ist alles soweit abgeklärt -> Internist und Hausarzt sind sich einig, dass das Fieber vom Zahn kommt, Zahnärzte meinen, das sei nicht möglich.

Ich suche natürlich hier keine finale Diagnose, aber würde mich über einen Rat freuen, auch im Hinblick auf die möglichen Sanierungsmaßnahmen, sobald das akute Fieberproblem gelöst ist. Implante vorne seien angeblich möglich und gglf. auch ratsam, sofern eine WSR nötig wäre, um weiteren Knochenabbau zu vermeiden, was nun der Fall zu sein scheint.

Die Aufnahmen zeigen:

– CT (nach Brücke hinten, aber vor WBH des 3ers – lt. Endodontologen ist die Wurzelfüllung nunmehr perfekt, der Herd lässt sich aber am Röntgen größenmäßig nicht mit dem CT vergleichen)
– CT (Weisheitszahn rechts hinten)

Das Panorama konnte ich augrund des Speicherplatzes leider nicht mehr hochladen. Das Panorama ist daher unter: https://1drv.ms/f/s!Akvm745-hY-DidkNSudceyf5Yc0kzQabrufbar. Panorama wie gesagt vor der Behandlung.

Das Fieber hat auch kausal mit der Behandlung begonnen:

Ablauf:

1.Termin: Frontbrücke vom 4er trennen -> Wurzelbehandlung (in einer Sitzung finalisiert)
2.Termin: restl. Zähne beschleifen -> 2 Tage später -> Nervenschmerz an der rechten Wange, Krankheitsgefühl, Fieber, Schlappheit
3.Termin: finale Brücke montiert -> ab dann gings mit Antibiotika usw. wie oben beschrieben weiter. Das ganze startete Ende April/Anfang Mai dieses Jahres.

Wäre es auch möglich einen raschen Termin (gerne Privat) in Ihrer Ordination zu bekommen zwecks Abklärung? Vor allem wegen des Fiebers und um Schilderung der gesamten Historie, die extrem lang ist.

Vielen Dank im Voraus.

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