[B]Offensichtlich ist ein einziges Gen für die Gedächtnisleistung verantwortlich.[/B]

KÖLN – Dass die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses etwa zur Hälfte vererbt wird, konnte in Zwillingsuntersuchungen nachgewiesen werden. Schweizer Wissenschaftern von der Psychiatrischen Forschung der Universität Zürich ist es im Jahre 2003 gelungen, das Gen zu identifizieren, welches wesentlichen Einfluss auf das Gedächtnis hat. Das Forscherteam zeigte auf, dass das Serotonin 2a-Rezeptor-Gen (Ein Gen, welches für einen Rezeptor codiert, der den Botenstoff Serotonin bindet) mit der Gedächtnisfähigkeit in engem Zusammenhang steht.

Es kommt den Wissenschaftern zufolge in zwei Varianten vor, wobei entscheidend ist, welche der beiden Formen vorliegt: So hätten laut der Studie Träger der so genannten 452-His-Variante ein weniger gutes Gedächtnis als Menschen, die mit der 452-Tyr-Variante Vorlieb nehmen müssen.

Warum dieser erhebliche Unterschied allerdings besteht, ist zur Zeit noch nicht vollständig geklärt. Weitere Untersuchungen sollen helfen, dieses Rätsel zu lösen.

Quelle: AOK Clarimedis – Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg

Persönliche Bemerkung:
Man darf aber nicht vergessen, dass wir als “black box” geboren werden, das heißt nur wenn das Gehirn sinnvoll “beschrieben” wird, wird es auch arbeiten können.

Beispiel: sperrt man Menschen in den ersten Lebensmonaten in einen dunklen Raum, so erblinden diese. Die Hirnregion, die zuständig für das Sehen ist, braucht gerade in den ersten Monaten viel Input um sich auszubilden, ansonst verkümmert sie.

Somit ergibt sich, das ein Mensch, der aus genetischer Sicht einen tollen “Hirnmotor” hat, aber nicht gefördert wird, weniger Fähigkeiten hat, als ein Mensch, der genetisch benachteiligt, aber dafür optimal gefordert wurde.

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