Sehr geehrter Herr Dr. Belsky,

sehr gerne würde ich mein Zahnleid beenden. Vielleicht können Sie mir helfen.

Meine Geschichte:
Anfang Jänner wurde mir am 7er links oben eine Füllung getauscht. Zwei Tage später ist dieser Zahn unter unglaublichen Schmerzen verstorben (inkl. Fieber). Also wieder zum ZA. Der Zahn wurde wurzelbehandelt und mit einer antibiotischen Einlage versehen. Der Schmerz lies nach. Nach zwei Wochen wurde die WB dann fertig gemacht (ohne Kontrollröntgen). Es fingen wieder Schmerzen an. Man sagte mir, ja das dauert bis sich der Zahn beruhigt hat. Da muss man Geduld haben.

Mitte Februar wurde ich wieder vorstellig und die Füllung des WB-Zahns wurde etwas abgeschliffen, damit er beim Kauen nicht so stark belastet wird.

Die Beschwerden hielten aber nach wie vor an. Ich hatte ja schon mehrere Wurzelbehanldlungen in meinem Leben (diese aber noch bei einem anderen ZA) und niemals Beschwerden danach gehabt. Es war also für mich sehr verwunderlich, dass ich an diesem “toten” Zahn überhaupt noch etwas spüre.

Im Mai entschloss man sich dazu die WB zu wiederholen, da vielleicht noch Baktieren im Zahn verblieben sein könnten, die diese Beschwerden verursachen könnten. Also Zahn wieder aufgemacht, “durchgeputzt” und wieder eine antibiotische Einlage rein. In der Zeit, in der der Zahn nur provisorisch verschlossen war, war ich beschwerdefrei. Drei Wochen später wurde der Zahn (diesmal mit Kontrollröntgen) fertig gemacht. Ich hatte ein gutes Gefühl und die Schmerzen waren so gut wie weg. Ich traute mich auch wieder auf dieser Seite etwas zu kauen. Das war ein Fehler, denn Ende Juni biss ich genau mit diesem Zahn (eh klar) auf einen Olivenkern (in einer Olive, wo kein Kern mehr hätte drin sein sollen). Es hat ziemlich gekracht und vom Zahn splitterte etwas ab. Wurde alles am nächsten Tag vom ZA versorgt. Ich hoffte, nun war alles gut.

Doch eine Woche später begann mir auf dieser Seite nicht nur der Zahn fürchterlich zu schmerzen. Es zog sich über die Zahnreihe rauf ins Kiefergelenk, in den Nacken, ins Ohr. Also wieder vorstellig geworden. Es wurde alles geröngt. Alles in Ordnung. “Sie haben nichts.” Auf meine Frage wo denn dann der Schmerz herkommt, bekam ich mitgeteilt, das wisse man nicht, aber man könnte mal auf Verdacht alle Füllungen tauschen. Das habe ich abgelehnt. Es wurde mir dann noch eine Überweisung für ein Dental-CT mitgegeben mit dem Kommentar “aber das wird Ihnen sowieso nicht bewilligt und privat kostet das 700”.

Also hab ich das CT beim Chefarzt eingereicht. Zwischenzeitlich war ich noch beim Hausarzt, ob er mir wg. der Schmerzen helfen könnte. Ich bekam dann Schmerzmittel (Seractil) und machte auf sein Anraten eine kurze Cortison-Therapie (8 Tage). Die Beschwerden wurden etwas besser.

Nach ewigen Warten und erst auf Rückfrage bei der GKK bekam ich mitgeteilt, dass mein CT nicht bewilligt wurde. Die Begründung “undefinierbare Schmerzen” war dem Herrn Primar unzureichend. Also habe ich das Dental-CT privat machen lassen (hat nicht 700 gekostet). Das Ergebnis war: es ist alles unauffällig.

Die Beschwerden waren ein auf und ab. Es gab gute Tage. Es gab schlechte Tage.

Mitte August wurde der Zahn nun auch noch sehr berührungsempfindlich. Zähne putzen tat weh.

Also wieder beim ZA vorstellig geworden. Wieder geröngt. “Sie haben nichts. Es ist alles in Ordnung.”

In meiner Verzweiflung habe ich dann einen Termin bei einem anderen ZA ausgemacht, um eine Zweitmeinung einzuholen.
Eine Woche später war ich dort. Wieder wurde alles geröngt. Es ist alles in Ordnung. Er vermutet eine “Nervensache” und verschrieb mir B-Vitamine (Neurobion forte 3x täglich). Wenn diese nicht helfen, könne man den Zahn nur noch ziehen. Nochmal aufmachen würde auch nichts bringen. Der ZA machte einen Klopftest. Das hat dem Zahn nicht gefallen, denn einige Stunden später fing er wieder mehr zu schmerzen an. Der Schmerz fühlt sich mittlerweile an, wie ein “Dauer-Empfindlichkeits-Schmerz”. Ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll. Nach dem Aufstehen in der Früh ist es besser, am Abend eher schlechter.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Ich will doch nur beschwerdefrei und schmerzfrei sein. Und in den letzten 8 Monaten gab es nur wenige Tage an denen ich keine Schmerzen im Zahnbereich hatte. Das ist sehr zermürbend. Ich verstehe auch nicht, wieso ein toter Zahn überhaupt noch schmerzt.

Darf ich Sie um Ihre geschätzte Meinung zu meiner Situation bitten? Können Sie mir weiterhelfen?

Ein Bild habe ich angehängt. Ich habe es von der CT-CD kopiert.
Für mich unverständlich wollte sich auch keiner der aufgesuchten ZÄ die Bilder der CT ansehen. Das Durchlesen des schriftlichen Befunds genügt offensichtlich.

(Anm.: Ich hatte heuer schon 21 Zahnarztbesuche, denn während der ganzen WB-Misere wurde mir auf der anderen Seite im Oberkiefer ein Implantat (4er) gesetzt, die Kroner verpasst, ein weiterer Zahn (5er) musste im Mai gezogen werden. Da sind dann 2 Monate später Knochensplitter “rausgekommen” und die Stelle schmerzt immer noch (ist aber auch “alles in Ordnung”).)

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