Hallo Hr. Dr. Belsky

Am 14.7.2021 wurde bei mir am Zahn 1 (oder2?) im Unterkiefer eine Wurzelbehandlung vorgenommen. Der Zahn war vorher schmerzlos, nur wurde bei der Kariesentfernung die Markhöhle eröffnet. Es erfolgte eine erste Behandlung und dann eine weitere mit Verschluss der Markhöhle. Nach der 2. Behandlung hatte ich sofort sehr starke Schmerzen, die auch nach 2 Tagen unverändert sind. Mit 6 Stk. Ibuprofen 800 (in 24 h) wird der Schmerz gedämpft, aber nicht behoben. Wegen chron. Rückenschmerzen nehme ich zusätzlich L-Polamidon. Ich hatte schon viele Wurzelbehandlungen, aber noch nie diesen Verlauf. Einige Male trat nach Tagen oder Wochen ein Schmerz auf, dann wurde der Zahn meistens gezogen.

Die Zahnärztin meinte gleich nach der Behandlung, dass die Schmerzen normal seien. Die Guttapercha-Füllung hat bis auf 1mm die Wurzelspitze erreicht und ein Teil des Nervs sei erhalten geblieben. Daher die Schmerzen, die nach 14 Tagen weg sein sollten.

Mir macht Sorgen, dass ein Teil des Nerves drin blieb. Ich kenne es so: Alles organische entfernen und aggressiv desinfizieren.

Leider hat die Zahnärztin sich ins Wochenende verabschiedet und ich frage mich jetzt, ob ich den Notdienst aufsuchen sollte. Die Höchstdosis Ibuprofen ist ja schon überschritten.

Leider habe ich nicht viel Glück mit Wurzelbehandlungen. In Deutschland wird nur die Minimallösung von der KK bezahlt. Zahnärzte mit OP-Mikroskop verlangen bei Backenzähnen 2-3000 €, bei Frontzähnen 600 €

Über eine Einschätzung würde ich mich sehr freuen.  (Ich bewundere sehr Ihren Zeiteinsatz und Ihre Geduld bei der Fragenbeantwortung)

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