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Karies kommt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie Morschheit, oder Fäulnis; Karies ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung des Zahnes.

Unser Körper ist von vielen Bakterien besiedelt, die Besiedelung erfolgt in der Regel unmittelbar nach der Geburt, von den Eltern und der Umgebung. Nicht alle Bakterien sind schädlich, so ist z.B. die Bakterienflora im Darmtrakt lebensnotwendig – man spricht von Symbionten. Andere Bakterien wiederum besetzten einfach nur Lebensnischen – man spricht von Kommensalen – wir profitieren nicht unmittelbar von ihnen. Durch die Besetzung solcher Lebensnischen aber von z.B. unserer Haut durch kommensale Keime, wird verhindert, dass sich andere schädigende Bakterien niederlassen können. Manchmal kämpfen Bakterien und Wirt um die Vorherschaft, solche Keime nennt der Mediziner Opportunisten. Wird der Wirt durch die Vorherschaft des Bakteriums geschädigt, das Bakterium gewinnt also den Kampf, dann bezeichnet man diese Keime als Pathogene. Im Mund haben wir eine Vielzahl von Bakterien, die einen besetzten Lebensnischen und verhindern so dass sich andere aggressivere Keime niederlassen, andere Bakterien leben wiederum einfach neben uns her. Somit befinden sich in unserem Mund Symbionten und Kommensale. Die Bakterienflora kann sich aber schlagartig ändern, wenn sich z.B. die Lebenssituation ändert. So werden dann aus kommensalen Bakterien plötzlich pathogene Keime – dies passiert z.B. bei der Karies. Der Menschen erkrankt an Karies, wenn bestimmte Faktoren zusammenkommen, die Wichtigsten Faktoren wären:

  • bestimmte Wirtsfaktoren
  • Zahnbelag – auch Plaque genannt
  • und Zeit

Unter Wirtsfaktoren sind alle Eigenschaften gemeint, die den Wirt betreffen, z.B. Zahnanatomie, Speichelzusammensetzung, Pflegegewohnheiten. Die Plaque ist der Zahnfilm, bestehend aus Kohlehydraten, Speichelbestandteilen und Bakterien, der sich bildet, wenn die Zähne schlecht geputzt werden. Wenn all diese Faktoren zusammen kommen, schlechte Pflegegewohnheiten, Plaque und genügend Zeit, dann bildet sich eben Karies.

Nun machen wir in eine Reise in die Plaque, die Plaque ist organisiert wie eine kleine Stadt, da gibt es Bakterien die sind nur spezialisiert sich am Zahn festzuhalten. Andere Bakterien wiederum dienen dem Nährstofftransport, indem sie Beförderungsröhren bilden. Streptokokkus mutans Bakterien z.B. produzieren aus Kohlenhydraten organische Säuren, die den Zahn angreifen, indem sie die in der Zahnhartsubstanz vorhandenen Mineralien herauslösen. Eine Plaque ist also eine kleine Stadt, die Bildung einer reifen Plaque dauert ca. 24h. Dann erst werden aus den ursprünglich kommensalen und symbiontischen Bakterien Pathogene. Unorganisiert sind die Mundbakterien also ungefährlich, erst in der reifen Plaque verursachen Sie Karies und Parodontitis.

Deshalb ist es so wichtig die Plaque effizient mit der Munddusche, Zahnseide und der Zahnbürste zu entfernen, man nimmt den Bakterien somit den Lebensraum – ohne Lebensraum können die Bakterien keinen Schaden anrichten.

In der Plaque lösen die Bakterien, genauergesagt die Bakterienprodukte den Zahnschmelz auf, sobald aber die Karies dann das Zahnbein – Dentin genannt – erreicht hat, hier gelb dargestellt, kommt es zur bakteriellen Besiedelung des Dentins. Das Dentin enthält nämlich Proteine, die den Bakterien weiter als Nahrungsgrundlage dienen, auch wenn die Plaque nun gut entfernt wird, die Karies ist nicht mehr aufzuhalten, so bekommt die Karies eine Eigendynamik – mehr dazu im Video Initialkaries.

Zahnschmerzen haben Sie meist erst dann, wenn die Karies den Zahnnerv erreicht hat – hier rot umrandet, dann muss aber eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden, denn der Zahnnerv ist dann mit Bakterien infiziert. Wird die Wurzelbehandlung schlecht durchgeführt, dann kommt es häufig auch nach Jahren zu einer Knochenentzündung – der Patient spricht häufig von einem Herd – eine Wurzelspitzenresektion oder Zahnextraktion ist dann die Folge – wie eine gute Wurzelbehandlung auszusehen hat, erfahren Sie im Video Wurzelbehandlung.

Nun wird die übliche Zahnkariere etwas klarer verständlich -die übliche Zahnkarriere bedeutet üblicherweise mit Fünfzig Kronen, Brücken, Teilprothesen und manchmal schon Tototalprothesen. Sie sehen hier verschieden Röntgenbilder von Patienten aus diversen Ordinationen, fällt Ihnen auf, dass all diese Patienten, sowie vermutlich Sie selbst sogenannte schlechte Zähne nur im Seitzahnbereich haben. Auf all diesen Aufnahmen erkennt selbst der Laie, dass die Menschen Füllungen, Kronen, Brücken (die hellen Flecken auf den Röntgenbildern) zuerst im Seitzahnbereich bekommen.

Wieso? – Leider hastet man allzu häufig oberflächlich über die Zähne, ist in Gedanken woanders und lässt sich von dem Frischegefühl der Zahnpasta täuschen, dabei wird die Front – also die Auslage meistens ausreichend geputzt – hinten im Seitzahnbereich haben wir Putzdefizite. Das hat Folgen: Versteckte Beläge, vor allem in den Zahnzwischenräumen, führen nach einiger Zeit zu einer Zerstörung des Zahnschmelzes – Karies und auch zur Zahnfleischentzündung – Parodontitis.

Deshalb bekommen wir also die Füllungen zuerst auf der Seite, kommen dann noch schlechte zahnärztliche Arbeiten und eine schlechte Aufklärung hinzu, dann haben die Meisten eben mit 50 im Seitzahnbereich keine oder kaputte Zähne. Die Frontzähne werden dadurch überbelastet und mit 60 ist Sie dann da – die Totalprothese – eine typische Zahnpflegekariere. Regelmäßig gute Mundhygiene, gute zahnärztliche Arbeiten und/oder Aufklärung verhindert die Kariesbildung, mit checkdent.com haben Sie bis ins hohe Alter gut Lachen!