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Parotistumor

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Die Tumore in der Ohrspeicheldrüse – Parotis – sind in 80% gutartige Tumore und in 20% bösartige Tumore.

Egal ob gut- oder bösartig, ein frühzeitiges Entfernen aller Parotistumore ist im Regelfall zu empfehlen, da mit zunehmendem Tumorwachstum auch die Operationsrisiken steigen. Zudem kann sich aus einem zuerst gutartigen Tumor im Laufe der Zeit ein bösartiger entwickeln. Eine gute Nachsorge ist bei diesen Operationen sehr wichtig, dazu zählen regelmäßige Arztkontrollen, da manche Tumore wieder auftreten können (Rezidive).
Das Vorgehen bei der Operation wird durch die Lage des Tumors und die Beziehung zum Gesichtsnerv bestimmt. Der Gesichtsnerv tritt in die Ohrspeicheldrüse ein, verzweigt sich in der Drüse fächerartig und verlässt die Ohrspeicheldrüse mit seinen Endästen um dann die einzelnen mimischen Gesichtsmuskeln zu erreichen. Aus klinischer Sicht trennt der Nervenfächer des Gesichtsnervs die Drüse in einen Außenlappen und in einen Innenlappen. Die meisten Tumore liegen im Außenlappen.
Bei einem Tumor im Außenlappen wird in der Regel unter dem Operationsmikroskop der Nervenfächer sorgfältig dargestellt und dann der Außenlappen mit dem Tumor entfernt. Diese Operation heißt „laterale Parotidektomie“. Liegt der Tumor unterhalb des Nervenfächers, also im Innenlappen, dann wird zumeist zunächst eine laterale Parotidektomie vorgenommen und anschließend der Drüsenanteil unterhalb des Nervenfächers mit dem Tumor entfernt. Man spricht von einer „subtotalen Parotidektomie“. Diese Operation ist sehr aufwendig, da der Nervenfächer für die Präparation des Innenlappen sorgsam freigelegt werden muss ohne Nervenäste zu verletzen.
Bei bösartigen Tumoren wird häufig eine sogenannte „totale Parotidektomie“ vorgenommen. Dabei wird die gesamte Ohrspeicheldrüse samt aller Lymphknoten in der Umgebung entfernt. Dies ist sehr wichtig, da die Ohrspeicheldrüse von 20-30 Lymphknoten durchsetzt ist. Hier können sich früh Tochtergeschwülste (Metastasen) des Tumors finden. Infiltriert der Tumor den Gesichtsnerv selbst, so müssen auch Anteile des Gesichtsnervs entfernt werden; man spricht dann von einer „radikalen Parotidektomie“. Gegebenenfalls erfolgt nach der Tumoroperation eine Rekonstruktion des Gesichtsnervs.
Die wichtigsten speziellen Operationsrisiken sind das Auftreten einer bleibenden Gesichtsnervenlähmung, eine Speichelfistel und das Kauschwitzen. Zu einer bleibenden Gesichtsnervenlähmung kann es kommen, wenn bei der Präparation der Ohrspeicheldrüse der Gesichtsnerv verletzt und diese Verletzung nicht behandelt wird. Bleibt Speicheldrüsengewebe offen in der Wunde liegen, so kann Speichel über die Wunde nach außen austreten; dies nennt man Speichelfistel. In der Regel heilen diese von allein aus, nur selten ist eine erneute operative Behandlung notwendig.
Durch die Hautdurchtrennung und Entfernung von Anteilen der Ohrspeicheldrüse bei der Operation werden zwangsläufig kleine Nervenäste durchtrennt, die zum einen Schweißdrüsen der Haut versorgen und zum anderen die Speicheldrüse selbst, damit diese zur Speichelproduktion angeregt wird. Nach der Operation sprossen diese Nervenäste wieder aus und finden fälschlicherweise Anschluss an Schweißdrüsen der Region.
Dieser Prozess dauert 3 Monate bis 1 Jahr. Dann kann es dazu kommen, dass der Patient im Bereich der ehemaligen Operation beim Essen zu Schwitzen anfängt, daher der Name Kauschwitzen. Dieses Kauschwitzen kann man einfach und effektiv mit einer Auflage von Aluminiumchloridpaste oder neuerdings langwirkend mit Injektionen von Botulinum Toxin A behandeln.
Sobald die Raumforderung frei präpariert ist, wird die Wunde wieder schichtweise verschlossen und das Präparat wird dem Pathologen geschickt. Erst nach der pathologischen Untersuchung kann mit Gewissheit gesagt werden, um was für eine Raumforderung es sich handelt, trotzdem kann man schon anhand der klinischen Phänomene grob eine Einschätzung treffen – für eine gutartige Raumforderung sprechen im allgemeinen folgende Faktoren:

  • umliegende Strukturen um die RF werden nicht zerstört, sondern nur verdrängt
  • eine regelmäßige Begrenzung der Raumforderung
  • langsames Wachstum
  • keine weiteren klinischen Phänomene wie Nachtschweiß, Gewichtsverlust, …

Wichtig ist einer jeden Veränderung rechtzeitig nachzugehen, denn häufig kann schon in einem sehr frühen Stadium abgeschätzt werden, ob operiert werden muss oder nicht und umso früher man bösartige Raumforderungen entfernt, umso besser ist die Prognose.

Parotistumor