Sehr geehrter Herr Dr. Belsky,

ich schildere mal kurz meine Leidensgeschichte. Ich habe diese Nachricht bereits ihrem Kollegen (Spezialist für chronische Schmerzen) geschickt. Jedoch würde mich ihre Meinung auch sehr interessieren.

Ich bin w, 25 Jahre, Studentin.

– Vor 3 Jahren hatte ich ein kleines Loch, das von meiner Zahnärztin wohl vor der Füllung nicht gründlich genug gesäubert wurde

– 1 Jahr später benötigte ich eine Wurzelbehandlung. Ich hatte sehr große Schmerzen, da die Wurzeln bereits (während dem Urlaub) fast vollständig abgestorben waren.

– 1 Jahr später wieder Schmerzen, statt 3 hatte mein Zahn 4 Wurzeln. Nochmal öffnen, 2. Wurzelbehandlung. Dazu hatte ich wirklich schlimme Schmerzen in der linken Neben- und Stirnhöhle.
Auf einem Röntgenbild wurde außerdem eine nur linsengroße Entzündung im Kieferknochen festgestellt, die aber von alleine verheilen sollte.

– Trotzdem hatte ich im letzten Jahr oft klopfende Schmerzen bei Anstrengung und ich denke, mein Gesicht war zeitweise auch etwas runder/geschwollen.
Dazu immer wieder Schmerzen in der linken Gesichthälfte, v.a. Nebenhöhlen, aber auch bis hin zum Ohr. Ein gewaltiger Druck, ständig Kopfschmerzen, teilweise verschwommene Sicht, allg. Krankheitsgefühl (mit Nebenhöhlenschmerzen fühlt man sich wohl automatisch leicht grippig!?).
Nachdem ich darauf bestanden habe, dass diese Schmerzen nun nicht mehr normal oder nur Phantomschmerzen nach einer Wurzelbehandlung seien, darum bat diese Symptome also bitte noch einmal genauer zu hinterfragen, zeigte ein CT nun einen Abzess in der linken Kieferhöhle, der diese größenmäßig fast ausfüllt.

– Nun benötige ich also eine OP mit Vollnarkose. 4 Tage Krankenhaus. Durchgeführt von meinem HNO-Arzt bei dem ich wegen der nun chronischen Nebenhöhlenschmerzen war.

Ich frage mich, warum man mich nicht eher ernst genommen hat oder den Verlauf der kleinen Entzündung im Kiefer nicht weiter verfolgt hat, da ich nun gelesen habe, dass ein Abszess nicht so unwahrscheinlich ist!?
Was bedeutet eigtl. Abszess? Ist das immer noch ein akuter Entzündungsherd?
Ich bin wütend, dass ich nie aufgeklärt wurde und nur nach Drängen (was ich mehr und eher hätte tun sollen!) mit mir nach Lösungen gesucht wurde. Ist sowas denn normal?
Außerdem habe ich Angst, dass das Thema (das einmal anfing als kleines Loch in einem Backenzahn) auch nach der OP noch nicht erledigt ist.
Was muss ich danach beachten, auf welche (Nach-)Untersuchungen muss ich diesesmal auf jeden Fall bestehen?

Für Antworten und/oder beruhigende Worte wäre ich dankbar,

Vielen lieben Dank,
Tanja

PS. Was ich noch vergessen habe. Letzte Woche ist mir auch noch eine (ziemlich große) Ader im linken Auge geplatzt, weshalb mein Auge um die Pupille nun komlpett rot ist. Ich war auch beim Augenarzt, der aber auch keine Ursache finden konnte. Es könnte Zufall sein, oder aber, wie ich glaube, wieder alles von diesem Zahn, bzw. dem Abszess ausgehen. Haben sie sowas denn schon mal gehört?

Außerdem hatte ich vor 2 1/2 Jahren einen Gehörsturz (links), ob auch dieser damit zusammenhängt kann ich nicht sagen.. !? Leider interessierten sich meine Ärzte bis jetzt nie besonders für die Symptome, die gerade nicht in ihr Fachgebiet fielen, auch wenn vieles sicher die gleiche Ursache haben.

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