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[b]Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Implantation? Wann können die Implantate versorgt, wann belastet werden? Das sind häufige Fragen von Patientinnen und Patienten. [/b]

Der Spruch “Use it or loose it” gilt nicht nur für die geistigen Fähigkeiten oder die Muskulatur. Auch Knochengewebe braucht ein gewisses Maß an Belastung, um nicht zu verkümmern. Gehen Zähne verloren, fehlt dieser Reiz und Knochenschwund in den betroffenen Kieferabschnitten ist die Folge. Künstliche Zahnwurzeln können dies verhindern. “Implantate sollten daher möglichst frühzeitig nach einem Zahnverlust eingesetzt werden”, rät die deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) in ihren neuesten Informationen für Patientinnen und Patienten.

Eine solche “Sofort-Implantation” hat den Vorteil, dass die Strukturen von Knochen und Weichgewebe erhalten bleiben können. Nicht empfehlenswert ist sie bei akuten oder ausgeprägten chronischen Entzündungen, etwa bei einer nicht behandelten akuten Parodontitis, sowie ausgedehnten Schäden an Weichteilen und Knochen, beispielsweise nach einem Unfall. Erst wenn die Entzündungen geheilt sind, nach etwa sechs bis zwölf Wochen, ist eine Implantation empfehlenswert.

Es gibt aber auch Hinweise, dass die sofortige Versorgung eines Implantates mit Zahnersatz möglich ist. “Doch Sofortversorgung heißt nicht Sofortbelastung”.

Ob eine Sofortbelastung des Implantates möglich ist, hängt vor allem von zwei Faktoren ab. Entscheidend sind die Qualität des periimplantären Knochens, also des Knochengewebes, welches das Implantat umgibt, sowie die so genannte Primärstabilität des Implantates unmittelbar nach der Einpflanzung.

Inzwischen ist gesichert, dass Implantate, die in den vorderen Bereich eines zahnlosen Unterkiefers eingepflanzt und miteinander verbunden sind, sofort versorgt und auch belastet werden können.

Bei der sofortigen Versorgung und Belastung von Implantaten im Oberkiefer, der so genannten »ästhetischen Zone«, ist das Bild in den Studien differenzierter, da hier besondere Bedingungen wie die Dicke der Schleimhaut und die Festigkeit der Wand des Zahnfachs beachtet werden müssen.

Quelle: DGI

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