Lieber Herr Dr Belsky,

vor einer genau einer Woche wurde mir ein Backenzahn im Unterkiefer gezogen. Ich hatte tags darauf kaum Schmerzen, jedoch von Donnerstag auf Freitag starke Schmerzen, weshalb ich die Arztpraxis am Freitag wieder aufsuchte. Mir wurde gesagt, es handle sich um eine trockene Alveole, der Blutpfropf hätte sich nicht gebildet oder hätte sich wieder aufgelöst, es wurde eine neuerliche Anästhesie gesetzt, und eine Kürettage gemacht.

In der Nacht auf Samstag waren die Schmerzen wiederum trotz Schmerzmittel sehr stark, und ich suchte einen Notzahnarzt auf. Dort wurde mir dann erklärt, dass mein Kieferknochen zu [B]hoch [/B]herausstehe, um durch die natürliche Einblutung zu heilen. Man müsse, wenn man es einbluten lassen wolle, den Kieferknochen um ein paar mm abfräsen. Das wurde dann nicht gemacht, weil man nur den “Notfall” versorgen wollte, und es wurde mir eine Tamponade gelegt, mit der ich halbwegs über das Wochenende kam.

Gestern hatte ich dann immer noch Schmerzen, die langsam besser wurden, und Kontrolltermin beim behandelnden Zahnarzt. Ich erzählte ihm vom Besuch bei der Notfallspraxis, und er meinte, er würde ganz sicher den Kieferknochen nicht abfräsen, der gehöre zum Zahnhalteapparat und müsse erhalten werden.
Er sah sich die Wunde an und befand sie für in Ordnung. Am Donnerstag sollte ich die Tamponade wechseln kommen.

Nun hatte ich heute morgen so extreme Schmerzen, dass ich doch heute gleich wieder hinfuhr, Ergebnis, die Tamponade wurde gewechselt, es hatte sich ein Herd gebildet und ich muss nun für mindestens 5 Tage Antibiotika schlucken.

Am Donnerstag habe ich wieder Kontrolltermin. Ich wurde noch mit den Worten entlassen, wenn es nicht helfen sollte, müsse man neuerlich eine Ausschabung vornehmen:eek:.

Nun meine Fragen:

1. Es liegt unter der Tamponade ein Kieferknochen frei. Selbst wenn nach Einnahme von AB der Herd bereinigt ist, liegt der Knochen hier frei. Wann bzw wie kommt es zu einer Heilung, wenn der Knochen nicht mit einbluten kann?

2. Wenn nochmal eine Kürettage gemacht wird, und der Knochen kann nicht mit einbluten, was bringt das dann?

3. Halten Sie es für so abwegig, einen Kieferknochen ein paar mm abzufräsen, damit er zubluten kann?

Vielen Dank für Ihre Meinung.
LG
Sigma

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