Lieber Herr DDr. Belsky,

ich habe am 36er eine Kompositfüllung, die mir ein Zahnarzt im Notdienst vor eineinhalb Jahren neu gemacht hat (natürlich Husch-Pfusch und ohne Kofferdam) und die sich bis in den Approximalbereich zum 37er erstreckt. Ich möchte mir diese Füllung gerne entfernen lassen, weil ich mit der Ausführung sehr unzufrieden bin (wenn ich mit der Sonde im Approximalbereich überprüfe, kann ich den Beginn der Füllung richtig erspüren) und das Problem, das ich in letzter Zeit mit saurem Speichel (mit ph-Papier mehrfach überprüft) habe, der meine Zähne angreift (Zahnerosionen, die definitiv nicht mit der Ernährung zusammenhängen können –> esse: keine Süßigkeiten, keine Getreideprodukte, nicht am laufenden Band, nur selten Zitrusfrüchte, konsumiere keine Softdrinks, keinen Kaffee … habe auch kein Problem mit Reflux und an Bulimie leide ich auch nicht), an diesem Zahn verorte (ich merke, dass der saure Geschmack aus dem Approximalbereich zwischen 36 und 37 herrührt). Nun meine Fragen:

  1. Wenn ich mich als langzeitprovisorische Lösung für eine klassische Zinkphosphatzement-Füllung entscheiden würde [die hat es mir von den Inhaltsstoffen her angetan] muss dann für die neue Zementfüllung ein Unterschnitt gemacht werden?
  2. Kofferdam muss bei Zinkphosphatzementfüllungen nicht gelegt werden, oder?
  3. Falls ich mich für ein Keramikonlay entscheiden würde: Ist es möglich Kofferdam auch bei einer approximal sehr tief, möglicherweise subgingival reichenden Kavität (kann die Tiefe mit der Sonde leider nicht allzu gut beurteilen) zu legen?
  4. Wenn ich mir zunächst eine Zementfüllung machen lasse, kann diese dann nach ein paar Jahren ohne Zahnsubstanzverlust durch ein Onlay ersetzt werden (der Zement geht ja keinen festen Verbund mit dem Dentin ein)?
  5. Kann ein Zahnarzt eine im Approximalbereich tiefe Kavität mit Zinkphosphatzement so verfüllen, dass das Zahnfleisch dabei nicht weggeätzt wird (wegen des sehr niedrigen pH-Wertes des Zementes beim Abbinden)?
  6. Kann es durch unsachgemäße Anwendung dazu kommen, dass Zinkphosphatzement nicht richtig abbindet und dann als eine Art permanente Säurequelle fungiert (das würde der erfolgreichen Behandlung meines Säureproblems zuwiderlaufen)?

Ich bin auf Ihre Antwort gespannt und danke Ihnen jetzt schon dafür.

Herzliche Grüße

Natascha

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