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Keine Steigerung des Mammakarzinom-Risikos durch Silikonimplantate

Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des Schwedischen Krebsregisters im Journal of the National Cancer Institut.

Dr. Joseph McLaughlin vom International Epidemiology Institute in Rockville/Maryland und Kollegen werten diesbezügliche Daten des Swedish Inpatient Register aus, der Daten von 3.486 Frauen umfasst, die in den Jahren 1965 bis 1993 ein kosmetisches Brustimplantat erhalten hatten. Bei rund 2.200 Frauen lag der Eingriff bereits 15 Jahre, bei circa 700 Frauen mehr als 25 Jahre zurück.

Ein Abgleich mit dem Schwedischen Krebsregister (Swedish Cancer Register) ergab, dass diese Frauen nicht überproportional häufig an Brustkrebs erkrankten. Die standardisierte Inzidenzrate (SIR) lag tendenziell sogar unter 1 (SIR = 0,7, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,6 – 1,0), was auf eine „protektive“ Wirkung hindeuten würde, die aber nur scheinbar existiert. McLaughlin führt das Ergebnis darauf zurück, dass schlankere Frauen mit kleineren Brüsten sich eher für Implantate entscheiden würden. Beides sind aber bekannte protektive Faktoren beim Brustkrebs. Auch die höhere Kinderzahl oder frühere Geburten in der Gruppe könnten eine Rolle gespielt haben.

Die Studie ergab außerdem eine erhöhte SIR auf ein Lungenkarzinom (SIR = 2,2; 1,3-3,4). Dass Trägerinnen von Brustkrebsimplantaten mehr als doppelt so häufig an Lungenkrebs erkranken, dürfte daran liegen, dass diese Frauen häufiger rauchen als andere. (Dt. Ärzteblatt)

© 2006 www.medaustria.atQuelle: J Natl Cancer Inst; 2006, 98, 557-560

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