Hallo und guten Abend,

wir sind als Eltern sehr um unsere Tochter besorgt und auf der Suche nach jeder erdenklichen objektiven Expertenmeinung.

Tochter 15 Jahre 10/15 Entfernung 38 und 48 auf Empfehlung des Kieferorthopäden, da beide Zähnen horizontal noch im Kiefer waren, erfolgte Entfernung und jegliche Nachbehandlung bis heute beim Kieferchirurgen.

48 verlief alles reibungslos, doch 38 machte von Anfang an Probleme, nach OP erfolgte keine Antibiotikaeinnahme

ca. 3 Wochen danach wieder Schmerzen und geschwollenen Backe, es erfolgte Spülung etc und Verordnung Antibiotika (Turimycion 300), dieses wurde nach 6 Tagen wg. Speiseröhrenprobleme nach Rsp. Arzt abgesetzt. Nach ca. 10 Tagen wieder beschwerdefrei.

14 Tage später (Anfang Dezember 2015) wieder Schmerzen und Schwellung, Wiedervorstellung, Arzt meinte im Beisein des Vaters, Schleimhautkapuze entstanden und diese entzündet, er empfahl chirurgische Entfernung und mit 1 Stich zu nähen. Tochter und Vater stimmten zu. Vorher erfolgte noch OPG und dann ging Tochter allein in OP und kam allein wieder raus und wir gingen.

Eine Woche später Kontrolle und guter Verlauf.

Erst anhand der Rechnung für einen Kollagenkegel wurden wir stutzig und fragten, was denn da gemacht wurde (klang irgendwie nicht wie Schleimhautkapuze) so erfuhren wir, dass dort eine Nach-OP erfolgte, man “etwas matschigen Knochen rausgeschnitten hätte und diesen zwecks histologischen Befundes eingeschickt habe”. Okay, dachten wir, blöd gelaufen, hätte man dem Vater der ja anwesend war auch mal sagen können.

Nun Anfang Februar wieder dicke Backe, es wurde wieder gespült, Streifen eingelegt und Antibiotika Unacid PD verschrieben, zwei Tage später Kontrolle (spülen, Streifen) und am Folgetag das gleiche und Arzt ging in Urlaub mit Hinweis nach Wochenende wieder bei Kollegin vorstellen.

Das machten wir dann auch und die war sofort nach dem Betrachten des Mundes geschockt, es kam reichlich Eiter aus der Wunde, sofortige Vorstellung im Krankenhaus zur Szintigrafie wg. Verdacht chron Osteomyelitis, diese erfolgte dann auch am letzten Freitag, und so wie es uns gesagt wurde, scheint in dem Bereich 38 50% des Knochens abgestorben zu sein.

Nun erfolgt am Mittwoch Vorstellung in der MKG des Krankenhauses, Der behandelnde Kieferchirurg bzw. Kollegin könnten uns nicht mehr weiterhelfen, empfehlen uns aber eine hyperbare Sauerstoftherapie, doch nächste Möglichkeit 80km weit entfernt und Kosten die wir selbst voll tragen müssen unbekannt.

Was uns an dem bisherigen Verlauf wundert: Bei der Behandlung Anfang 12/15 dokumentiert der Arzt in der Akte (so hat es uns heute seine Kollegin gesagt) Wundrevision und Sequestrotomie bei Osteomyelitis, Kürretage Granulationsgewebes und Knochensequester, Einlage Gentacoll., Histo erfolgt1 Der Vater war an dem Tag im Glauben, dass hier eine kleine Schleimhautkapuze weggeschnitten wurde.

Hätte man bei dem bisherigen Verlauf die Diagnose Osteomyelitis nicht weiter verfolgen und überwachen sollen? Evtl. spätestens als wir Anfang Februar wieder vorstellig wurden?

Konnte die histologische Untersuchung 12/15 absichern, dass keine Weiterverfolgung der Osteomyelitis notwendig ist? Was soll der histologische Befund abklären?

Wir sind total verunsichert und haben viele Fragen. Sorry für die etwas laienhafte und für den Profi vielleicht ungenaue/unvollständige Schilderung.

Vielen Dank für die Hilfe hier im Forum.

LG
Claudi72

PS: Wir werden weiter vom Verlauf berichten

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