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[b]Neue Wege bei der Parkinson Krankheit![/b]

Mit der transkraniellen Sonographie (speziellen Sonographie Methode), kurz “TCS”, lässt sich in Zukunft die Parkinson-Erkrankung frühzeitig erkennen – und das lange bevor Symptome auftreten und das Gehirn spürbar geschädigt wurde. Neben den Patienten profitieren auch Wirkstoffforscher von dem neuen Verfahren.

Das Gehirn ist durch die Schädeldecke gegen das Eindringen von Ultraschallwellen gut geschützt. Allerdings erweist sich ein kleines “Fenster” an der Schläfe als optimale Eintrittspforte. Von hier aus dringt die TCS dann bis zu jenem Bereich, der bei der Parkinson Krankheit befallen ist, die Substantia nigra, vor.

Der Clou: Bei mehr als 90 Prozent aller Erkrankten kommt es in der Substantia nigra zu einer verstärkten Reflektion der Ultraschallwellen. Grund dafür ist der hohe Eisengehalt in der geschädigten Hirnregion – dieses Phänomen kommt der TCS zu Gute.

[img]http://www.denta-beaute.at/bildarchiv/dopamingrafik.jpg[/img]

[b]Vorteil ist der Zeitgewinn[/b]
Denn der enorme Vorteil gegenüber anderen Untersuchungen liegt im massiven Zeitgewinn für den Patienten. TCS schaltet nämlich ausgerechnet jene Tücke der Erkrankung aus, die jedem Betroffenen irgendwann zum Verhängnis wird: Lange Zeit verläuft der neuronale Verlust absolut beschwerdefrei. Wenn die ersten Symptome, etwa das typische Händezittern, auftauchen, ist das Gehirn bereits stark geschädigt. Rund zwei Drittel der Zellen, die den für ruhige, gleichmäßige Bewegungen zuständigen Botenstoff Dopamin bilden, sind zu diesem Zeitpunkt unwiderruflich zerstört. Die Dopaminproduktion in der Substantia nigra liegt in solchen Fällen bei weniger als 20 Prozent. Weil in der Computer- und Kernspintomographie die Parkinson-Erkrankung selbst im Spätstadium unsichtbar bleibt, hatten Neurologen bislang keine Chance, die Erkrankung vor dem massiven Rückgang der Dopaminproduktion diagnostisch zu visualisieren.

Genau das könnte sich jetzt ändern. Nach Angaben der Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) weisen die derzeit laufenden Untersuchungen darauf hin, dass TCS “erstmals eine Frühdiagnose dieser Bewegungsstörung möglich machen”.

[b]Neue Wege für Pharmaforscher [/b]
Neben der Grundlagen- dürfte die Wirkstoffforschung ebenfalls vom Einsatz der TCS profitieren. Denn die bisher fehlende Möglichkeit, Patienten schon im Frühstadium der Erkrankung zu erkennen, versperrte den Zugang zur Entwicklung von Wirkstoffen, die den Untergang der Dopaminproduktion von Anfang an stoppen. Mit Hilfe von TCS könnten Pharmaforscher auf diesem Gebiet nun endlich neue Wege beschreiten. In klinischen Studien beispielsweise ließen sich Wirkstoffe testen, die, vor dem Auftreten der ersten Symptome verabreicht, die körpereigene Dopaminherstellung aufrecht halten würden. Für Parkinson-Kranke eine vollkommen neue Perspektive – im Idealfall blieben sie bei entsprechender Medikation ihr Leben lang beschwerdefrei.

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