Wer viel Sport treibt, isst demnach entsprechend auch mehr. Deswegen liefern gerade Sportler immer wieder neue Nahrungsquelle für Bakterien im Mund. Die Folge ist eine Parodontitis, welche eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates ist. Sie entsteht, wenn sich Bakterien in Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen begeben und dann giftige Stoffe und Substanzen produzieren, die die Zähne und Kieferknochen schädigt.

Durch dieses Angreifen der Zähne regiert das Immunsystem des Körpers mit einer Entzündung, um die Bakterien zu vernichten. Dadurch gelangen sie mit Entzündungsstoffen in das Blut und können von dort aus Entzündungen im gesamten Körper hervorrufen. Eine Folge kann beispielsweise eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels sein.

„Mittlerweile gilt es als gesichert, dass chronische Entzündungen im Mund die Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose erhöhen”, erklärt der Zahnarzt Dr. Christian Scheytt. „Aber auch langwierige Entzündungen in der Muskulatur können ihre Ursache in einer nicht behandelten Parodontitis haben.“

Der Experte rät zur regelmäßigen Prophylaxe beim Zahnarzt.
„Hier gibt es allerdings gewaltige Unterschiede. Nur zwei Mal im Jahr die Zähne eine halbe Stunde lang reinigen zu lassen, hat nichts mit moderner Prophylaxe zu tun. Jeder Mensch hat ein persönliches Risiko für eine Parodontitis, das durch eine standardisierte Diagnose und einer daraus resultierenden Risikobewertung regelmäßig bestimmt werden sollte”, sagt der Arzt.

Quelle: optikur.de

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