Guten Abend Herr DDr. Belsky,

ich habe seit gut zwei Monaten Probleme mit dem Zahn 33. Dieser bekam vor ca. 10 Jahren eine Wurzelspitzenresektion und war bis dahin ruhig.

Ich kann die momentanen Beschwerden schlecht beschreiben. Es ist ein brennen und spannen im Kinn beginnend vom 33 was manchmal bis hinters linke Ohr geht oder zum Lymphknoten. Wenn ich über das Zahnfleisch von innen streiche tut es nicht weh. Streiche ich aber von aussen über das Gesicht von links nach rechts (von rechs nach links alles ok) schmerzt es an der Wurzel vom 33, da wo man im Mund nicht mehr dran kommt. Ausserdem schmerzt auch der Knochen da drunter als hätte ich einen leichten Bluterguss. Manchmal tut es auch weh wenn ich nur leicht die Unterlippe anspanne. Es ist aber alles auszuhalten. Das Zahnfleisch ist fast bis unten hin zurückgezogen. Leichtes pochen im Wurzelbereich wenn ich mich ins Bett lege.

Wenn ich mit der Zahnseide zwischen dem 33 und 34 gehe riecht es sehr faulig, das habe ich zwischen dem 33 und 32 nicht. Der 34 macht auch Probleme. Wenn ich eine bestimmte Stelle auf dem Zahn treffe angrenzend zum 33 , tut es weh. Kaltes an der Stelle geht nicht wirklich.

Vor ein paar Wochen war ich bei meiner ZÄ und hatte u.a. das mit dem 33 angesprochen, wobei die Symptome bis dahin noch nicht so ausgeprägt waren. Sie hat mir nicht viel Hoffnung für den Zahn gemacht, es könnte evtl. eine Fraktur vorliegen. Zahntasche war in Ordnung. Ich bekam ein Antibiotka was aber hauptsächlich dem 24 galt. Dieser bekam Wochen vorher eine Wurzelfüllung, aber war noch nicht ganz ruhig. Es sollte evtl. auch beim 33 helfen. Ich habe das AB nicht genommen, weil ich wahnsinnige Angst vor Medis hab die ich noch nie genommen habe. Nur als kurze Erklärung. Das AB habe ich zwar gekauft, falls es doch zu einer starken Entzündung kommen sollte.

Der 24 hat sich aber auch von alleine beruhigt und irgendwie bin ich einerseits froh, dass es ohne AB geklappt hat. Frage mich aber ob es so sinnvoll für den 33 war. Oder hätte es die Symptome nur verschleiert und nach Beendigung der Therapie wäre es erneut losgegangen?

Ich habe nächste Woche einen Termin und da wird der 33 wohl gezogen. Ich habe aber mittlerweile so Angst, dass vielleicht schon der Knochen befallen ist. Könnte man in dem Fall überhaupt anständig betäuben und schmerzfrei ziehen? Was könnte unter dem 33 noch brodeln, was evtl. eine Extraktion verhindern würde und doch eine AB-Einnahme erfordert? Was noch sehr wichtig für mich ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahn beim ziehen bricht grösser, aufgrund der WSR?

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe sie können mir helfen.

Gruß

Verena

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