Ich habe jetzt zum 5.x den Zahnarzt gewechselt, da erneut unterschiedliche Diagnosen entstanden sind.

Es wurde mal wieder Karies diagnostiziert, wo laut Röntgenbild keine ist (peinlich) und zusätzlich wurde mir erneut eine Spangentherapie (natürlich auf eigene Kosten) nach einer bereits erfolgten Spangentherapie (nochmals peinlich ihr Halbgötter) angeboten, sowie eine Überkronung der gesamten Frontzähne wegen Abrasionen.

Natürlich kann ich mir das trotz meiner mittlerweile 27 Jahren nicht leisten, denn das Einkommen steigt leider nicht bei jedem mit dem Alter an. Dieses Wunschdenken muss man sich als Arzt einfach aus dem Kopf schlagen.

Und auch so finde ich die Diagnostik doch sehr schlecht bis peinlich in Deutschland. Sexismus ist an der Tagesordnung, wenn es um Medizin geht. Frauen sind immer seelisch belastet und habe daher immer Bruxismus. Das ist einfach so. Da muss man gar nicht genau hinschauen.
Das Zahnabrasionen auch von kieferorthopädischen Fehlregulierungen kommen können, darüber spricht kein Mensch.
Das muss man selber erst mühsam nachrecherchieren, denn es ist ja auffällig, dass einige Zähne nach der Zahnextraktion für die KFO-Behandlung elongieren und sich mesialisieren.

Da mich ein Anwalt deutlich billiger kommen würde als die Therapievorschläge, habe ich nun einen Anwalt für erstmal die Beratungsgebühr auf eigene Kosten eingeschaltet, da mir damals extra für die KFO-Behandlung 2 Zähne auch noch gezogen wurden.
Daher darf sich der letzte Diagnosesteller gerne zu seiner Meinung äußern, noch dazu, wenn ich die Unimaterialien in der Hand halte.

Sein Argument war, nochmals im Unterkiefer 2 Zähne zu extrahieren, um so ein Normgebiss herzustellen.
Man muss sich mal überlegen, dass die Extraktionstherapie schonmal der Gedanke war, der nicht geholfen hat.
Und noch dazu fliegt ihm jetzt Herr Harzer um die Ohren:

“Zur Beibehaltung einer neutralen Bisslage und symmetrischen Zahnbogenform sind immer in allen Quadranten die 1. Prämolaren zu extrahieren, auch wenn der Platzmangel nur auf einer Seite oder nur im Oberkiefer dominiert. Bei distaler Bisslage sollte im Wachstumsalter eine funktionskieferorthopädische Einstellung in den Regelbiss vorausgehen. Da bei Erwachsenen dieser Bissausgleich nicht mehr möglich ist, werden bei Ihnen unter Inkaufnahme des nachteiligen Profilverlaufes […] nur die 1. Prämolaren im Oberkiefer extrahiert.”

Winfried Harzer: Kieferorthopädie, Thieme, 2011

Der Autor spricht hier klare Bände. Die Diagnose des Arztes ist Schrott und ich als Patient muss ihm seine Arbeit hinterher tragen.
Was das Gericht dazu sagen wird als Beweislage, da ein 11-jähriges Kind alles andere als Erwachsen, auch im Sinne des Wachstums, ist, dürfte jedem mit normalem Menschenverstand bewusst sein.
Laut dem Urteil des OLG Hamm vom 24.01.2001 (3 U 107/00) ist die Erhaltungsfähigkeit und Erhaltungswürdigkeit jedes Zahnes vorher zu prüfen. Da Prämolaren auch in der Schulmedizin als reguläre Zähne gelten, wird dies nicht so einach mit dem Rausreden sein, wenn die Patientin aufgrund eines Fehlbisses der durch die KFO-Behandlung entstand, nun eine erneute KFO-Behandlung mit ggf. Zahnersatz braucht.

Liebe Halbgötter in Weiß, abzocken kann ich auch und irgendwann ist mal Schluss mit dem Spiel:”Die kleine, dumme Patientin mit seelischen Problemen.”
Ich bin Autistin, ich bin aber weder geistig behindert, noch ein seelisches Wrack deshalb (Was hat eine seelische Belastung mit der Diagnose Autismus zu tun? Das ist eine vererbte Krankheit!).
Ich habe eine andere Wahrnehmung und wer versucht mich zu be*******n, der wird es bitter bereuen.
Wenn man das nicht in den Kopf reinkriegen will, muss ich eben mal auf den Tisch hauen, denn es ist mein Körper dem ihr schadet!

Um es zu differenzieren, ich habe nichts gegen eure Arbeit, aber ich habe was dagegen, wenn man Eltern Schrott erzählt und die Kinder später darunter leiden müssen.
Und ich habe was dagegen, wenn wegen Profitgier Körper verstümmelt werden.

Memo an mich selber: Verfärbte Füllungen können durch eine Politur wieder “verschönert” werden. Ein kompletter Austausch ist nicht nötig.
Beim nächsten Zahnarztbesuch bitte das Buch dem Behandler um die Ohren knallen.

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