Sehr geehrter Herr Belsky,
wie man im Titel ja schon lesen kann fehlt mir ein seitlicher Schneidezahn. Ich weiß, dass sie kein Kieferorthopäde sind, doch vielleicht können sie mir ja doch die eine oder andere Frage beantworten.

Nun zu meinem Problem mir fehlt mein rechter seitlicher Schneidezahn und mein linker Schneidezahn ist nur ein Zapfenzahn, jedoch mit einer relativ guten Wurzel.  Das ist eher mein Hauptproblem. Zusätzlich habe ich noch einen Überbiss von 4,5mm, ein Diastema von 1mm und einem leichten Engstand in der Unterkieferfront. All dies soll nun mit einer festen Zahnspange behoben werden. Ich soll mich nun für eine der folgenden Behandlungsmethoden entscheiden, was mir aber sehr schwer fällt, weswegen ich gerne Ihre Meinung dazu hören würde.

Methode 1: Den Zapfenzahn belassen und den rechten Eckzahn in die Position des Schneidezahns ziehen. Das hat den Vorteil das später kein Zahnersatz notwendig ist und die eh schon kleine Lücke zwischen dem Eckzahn und dem mittleren Schneidezahn nicht wider aufgemacht werden müsse. Nachteil ist das es eben unsymmetrisch ist (was ich eigentlich nicht will) und eben die generellen Nachteile von Eckzähnen als Schneidezähnen.

Methode 2:

Den Zapfenzahn ziehen und die Eckzähne auf beiden Seiten in die Lücke ziehen. Vorteil es wird kein Zahnersatz notwendig und es ist symmetrisch. Nachteil evtl. Ästhetik, denn mein Eckzahn ist im Gegensatz zu meinen mittleren Schneidezähnen groß und der Zahnfleischansatz ist sehr viel höher als der vom Schneidezahn, also eigentlich genau das Gegenteil von einem seitlichen Schneidezahn.

Methode 3:

Die Lücke zwischen rechten mittleren Schneidezahn wieder aufmachen, um Platz für ein späteres Implantat zu machen. Vorteil beste Ästhetik (glaub ich zumindest). Man muss die Lücke offen halten bis das Knochenwachstum abgeschlossen ist.

Meine favorisierte Methode ist die 3. Ich möchte halt die beste Ästhetik, wie möglich erreichen und das ist denke ich die beste Möglichkeit. Meine Mutter findet Möglichkeit 1 oder 2 die Beste, aber da habe ich halt Angst, dass das Endergebnis nicht schön wird. Sie rät mir strikt von Möglichkeit 3 ab. Sie hat mir dafür auch Gründe genannt, ich weiß aber nicht ob diese stimmen und deswegen möchte ich Sie fragen.

Ich weiß nicht ob sie sich damit auskennen, wenn nicht ist es auch kein Problem. Meine Backenzähne auf der rechten Seite sind ein wenig nach vorne gerutscht und deswegen muss man sie, um Platz für ein Implantat zu machen. Dazu sollen Minischrauben gesetzt werden um die Zähne wieder nach hinten zu ziehen, ich habe damit kein Problem, aber mein Mutter meint, dass es eine hohes Risiko gibt, dafür, dass sich der Kieferknochen dabei entzündet. Stimmt das und wie hoch ist das Risiko?

Wenn die Zahnspangenbehandlung abgeschlossen ist muss die Lücke ja offen gehalten werden bis das Knochenwachstum abgeschlossen ist. Das soll man mit einer Marylandbrücke erfolgen. Wie stabil ist so eine Brücke (also bricht sie oft ab)? Und müssen die umliegenden Zähne dafür präpariert werden?

Wenn aus irgendeinem Grund nach Abschluss des Knochenwachstums kein Implantat gesetzt werden kann oder alle gesetzten Implantate fehlschlagen, gibt es dann auch noch andere Möglichkeiten die Lücke langfristig zu schließen?

So, ich glaube das ist die letzte Fage. Implantate müssen ja auch irgendwann ausgetauscht werden. Kann ein Implantat beliebig oft ausgetauscht werden oder geht das irgendwann nicht mehr? Und wie lange halten Implantate durchschnittlich?

So ich hoffe, Sie können mir weiter helfen. Ich würde mich über Ihre Antwort sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Maria

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