Sehr geehrter Herr Dr. Belsky,

erstmal möchte ich mich bedanken, dass Sie so ein Forum hier anbieten.
Schon seit Jahren bin ich auf der Suche nach einer Lösung, und alles läuft schief. Ich habe eine Nichtanlage von 4 Zähnen (Fast alles Frontzähne), darunter auch ein Eckzahn. Ich bekam damals mit ca. 15 Jahren (heute bin ich 28 Jahre) eine feste Spange, die die Lücken zurechtrücken sollte und die Milchzähne wurden mir gezogen. Ich behielt erst einmal aus Unsicherheit mehrere Jahre (ca 5 Jahre) einen herausnehmbaren Zahnersatz.

Als ich dann mutig genug war, suchte ich einen Implantologen auf, der mir 3 Implantate im Frontbereich setzte (ein Backen-Milchzahn hatte ich noch). Ein halbes JAhr später verlor ich das erste Implantat, weil es nicht eingeheilt war; noch ein Jahr später arbeitete sich das 2. Implantat heraus…das Gewinde war zum großen Teil zu sehen und es war kaum noch Knochen vorhanden (die erste Lamelle war komplett weg). Dieses Implantat wurde dann in einer Uniklinik heraus operiert und es wurde versucht gleichzeitig etwas Knochen aufzubauen. Dieser Knochenaufbau (künstlich) verabschiedete sich ebenso und auch die Schleimhaut schrumpfte sehr stark zusammen… Nun bin ich umgezogen, und habe einen neuen (hochgelobten) Chirurgen gefunden, der feststellte, dass die Lücke für 2 Implantate zu eng war und deswegen die Einheilung nicht klappen konnte. Außerdem hätte ich einen Fehlbiss (durch die damalige kieferorthopädische Behandlung) und würde den Frontbereich überbelasten.

Ich soll wieder eine 2 jährige kieferorthopädische Behandlung vornehmen lassen (die ich wieder, wie alles andere auch, selbst bezahlen muß) und es soll die Lücke damit auch vergrößert werden und danach möchte der Chirurg in der 1. OP Knochen aus der Hüfte in die Lücke einsetzen und in der 2. Op wieder implantieren. Eine langwierige Geschichte….

Ich habe nun jetzt schon einen jahrelangen Leidensweg hinter mir, der mich psychisch und auch in der Lebensqualität sehr belastet hat (es ist eigentlich noch viel mehr vorgefallen, aber das würde hier zu viel werden).

Und nun ist meine Frage, obwohl mein Knochen so stark abgebaut ist, überlege ich, ob ich einfach nur eine Brücke machen lasse….auch wenn sie dann nicht so toll aussieht, aber das ist mir nach all dem egal geworden. Das Problem ist nur, der Knochen ist so stark geschädigt, dass die nebenstehenden Zähne schon leicht aus dem Knochen raus sind…also die Zahnhälse sind schon sehr verlängert, wenn man das so sagen kann. Ich habe Angst, da ich auch noch gelesen habe, dass die Schneidezähne eh etwas schwächer funktionieren (als Träger einer Brücke), dass ich auch diese verlieren könnte und alles umsonst war… Und ich fürchte mich vor dem Abschleifen, da meine anderen Zähne alle kariesfrei und gesund sind und ich noch so jung bin. Wenn ich die Brücke zweimal erneuern lasse bin ich um die 50…und was ist dann? Zusätzlich weiß ich nicht inwieweit mein beschädigter Knochen noch weiter zurückgehen wird, und ob ich dann die Nachbarzähne gefährde. Ich möchte gern einmal auch zur Ruhe kommen können..so Dinge wie Studium, Berufsstart, Kinderwunsch etc. sind schon seit Jahren deswegen beeinträchtigt. Nur wenn ich Ärzte um Ihre Meinung gebeten habe, wurde mir immer gesagt, ich wäre ein sehr schwerer Fall…und alles ist sehr Risiko belastet..es gäbe keine sichere Lösung. Was würde Sie vorschlagen? Achso, die Lücken sind jetzt: vorne 1 Schneidezahn, daneben der Eckzahn und dann der übernächste…

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir da einen Rat geben könnten 🙂

Viele Grüße

Susanne

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