Sehr geehrter Herr Dr. Belsky!

Ich habe einen offenen Biss (ca. 5 mm) sowie einen Engstand im Unterkiefer. Bei den Schneidezähnen im Oberkiefer schiebt sich der rechte etwas vor den linken Zahn. Im Oberkiefer ist auf der linken Seite der dritte Zahn auch etwas schräg eingeordnet.

War beim Arzt um zu erfahren, welche Möglichkeiten es hier gibt. Dieser meinte, dass es sich hierbei um keine Zahn-, sondern um eine Kieferfehlstellung handle und mein Schädel im Grunde eine skelettale Fehlkonstruktion sei.
Er meinte, eine Zahnspange sei daher nicht sinnvoll und es müsste zuerst im Unterkiefer ein Weisheitszahn (teilretiniert?) entfernt werden, was auch etwas kompliziert sei. Auch wären zwei weitere OPs notwendig – Kieferknochen zersägen . . . und danach das Metall auch wieder entfernen- habe für mich entschieden, dass dies nicht in Frage kommt.
Auf meine Frage, ob es nicht auch möglich wäre nur die Schneidezähne im OK gerade zu stellen und ev. den Dreier noch etwas einzuordnen bekam ich nur zur Antwort, dass dies keine Möglichkeit sei und ich wohl auch keinen Arzt finden würde, der dies machen würde. Ich als Laie könnte mir vorstellen, dass auch eine nur geringe Verschiebung der Zähne (durch Verschmälerung oder Verschiebung) sich optisch bei den Schneidezähnen bereits auswirken würde.

Weiters habe ich erfahren, dass meine Kiefergelenke nicht dem Standard entsprechen würden und meine Mundöffnung daher eingeschränkt sei. Habe aber mit den Gelenken noch nie Probleme gehabt und dies zuvor auch noch nie von einem ZA gehört. Habe auch mit den Weisheitszähnen nie Probleme gehabt und bis dato nur drei Plomben (obwohl meine Zähne schon seit bald vier Jahrzehnten im Einsatz sind).

Der Arzt hat auch gemeint, dass bestimmte Zähne parodontal überbelastet und daher wohl mittelfristig nicht zu erhalten seien. Weiters habe ich auch erfahren, dass meine Kiefergelenke nicht dem Standard entsprechen würden und meine Mundöffnung eingeschränkt sei – habe aber diesbezüglich noch nie Probleme gehabt und auch davor noch nie von einem ZA gehört. Habe nicht das Gefühl, als würden meine Zähne bald “ausfallen”.

Meine Frage daher, gibt es für Kieferorthopäden tatsächlich immer nur eine – und zwar die optimale – Lösung, oder habe ich die Chance einen Arzt zu finden, der auch bereit ist eine Teilkorrektur durchzuführen. Ich persönlich wäre schon sehr zufrieden, wenn die Zähne im OK auf selben Niveau wären, da mir im Alltag der offene Biss keine Probleme bereitet.

Vielen Dank im Voraus!

LG, Rose

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