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[b]Es gibt zunehmend Hinweise, dass eine orale Infektion und Entzündungen im Mundbereich körperlichen Stress auslösen und damit den Fetus bedrohen können[/b]

Steve Offenbacher vom Dental Research Center der University of North Carolina in Chapel Hill, USA, berichtete im Rahmen des Welt-Zahnkongresses in Wien über die neuesten Erkenntnisse seiner Arbeitsgruppe.

Der mütterliche Stress scheint einherzugehen mit der Verbreitung von oralen Mikroben und mit der Auslösung von Gefäß- und Leberentzündungen. Der Mechanismus, durch welchen eine orale Infektion mütterlicher- und kindlicherseits Stress hervorruft, scheint ein völlig anderer zu sein als der, der bei der lokalen Parodontalgewebszerstörung abläuft.

Darüber hinaus scheint sich bei vielen Schwangeren der Zustand des Zahnfleisches zu verschlechtern. Das macht sich bemerkbar als Veränderungen in oralen Entzündungen, insbesondere ein Anstieg in der Tendenz zu Zahnfleischbluten und Taschenbildung. Es kommt zu einem Überwuchern von Mikroorganismen und diese können auf dem Blutweg in den Fetus gelangen.

Daher glauben die Wissenschafter mittlerweile, dass orale Infektionen der Mutter und speziell die Verschlechterung einer Parodontalerkrankung während der Schwangerschaft direkt den Fetus bedrohen. Die Diagnose und Behandlung von Zahnfleischerkrankungen, um allgemeine körperliche Schäden zu verhindern, entwickelt sich nun zu einer neuen klinischen Disziplin.

Quelle: FDI Congress Wien

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