Hallo Herr Dr. Belsky,

Ich habe gerade in Ihrem Zahnlexikon gelesen und mich entschieden hier eine Frage zu stellen.

Am Dienstag wurde mir ein Zahn (links unten, hinten) gezogen. Es war ein Pfeilerzahn für eine Brücke, die auch entfernt wurde. Seither habe ich Schmerzen in dem Bereich – eigentlich mehr als die Zahnschmerzen zuvor weswegen der Zahn gezogen wurde. Seither nehme ich ein bis zwei Tabletten Parkamed täglich gegen die Schmerzen.

Am Donnerstag, also gestern habe ich Mundhygiene gemacht und die Behandlerin hat gesagt, dass sich die Wunde ungewöhnlich schnell geschlossen hat.

Heute war ich beim Zahnarzt und er hat mir ein Schmerzmittel lokal aufgetragen und gesagt, dass der Blutpfropfen weg ist und man müsse da was machen. Er sagte aber nicht was genau – und ich war zu müde, dass ich gefragt hätte. Am Montag soll ich wiederkommen.

Bei Ihnen habe ich gelesen, dass der Blutpfropfen wichtig sei, dass er die Wunde vor Bakterien schützt und später zu Knochen wird.
Ich habe an der Stelle aber wohl jetzt nichts – ein Loch!

Was sollte jetzt passieren? Bzw. hören die Schmerzen, denn nie auf? Die Zahnextraktion war schwierig, aber angeblich vollständig und es ist kein Stückchen vom Zahn drin geblieben.

[B]*Vorgeschichte:*[/B] Der Zahn wurde so um 2002/2004 abgeschliffen und als Pfeiler für die Brücke verwendet. Schon damals sagte der damalige Zahnarzt, dass der Zahn einmal Probleme machen könnte. Wir haben trotzdem die Brücke gemacht. Es ist lange gut gegangen. Dieser Zahnarzt ist mittlerweile ein Pension gegangen. Im April 2013 war dann die Wurzelspitze des Zahnes entzündet. Mein heutiger Zahnarzt hat damals versucht eine Wurzelbehandlung von oben durch eine Bohrung in der Brücke zu machen. Dies ist aber nicht gelungen. Das Loch wurde verschlossen und er hat dann eine Wurzelspitzenresektion gemacht. Alles war gut, obwohl ich mitunter schon immer wieder leichte Schmerzen spürte. Alle paar Monate für ein bis zwei Wochen. Dann klang es wieder ab.
Jetzt ziemlich genau 5 Jahre später, bekam ich stärkere Schmerzen und der Zahnarzt meinte, dass Extraktion die einzige Option ist.
Soviel zur Vorgeschichte.

Statt der Brücke ist jetzt einmal eine Teilprothese vorgesehen. Der Zahnarzt wollte mir (so zwischen Tür und Angel) ein Implantat einreden und machte schon irgendwie einen unzufriedenen Eindruck, dass ich das abgelehnt habe.

Zuerst möchte ich natürlich, dass ich schmerzfrei bin, dann mache ich mir Sorgen, um den fehlenden Blutpfopfen, …

Ich danke Ihnen im voraus für Ihre Antwort.

Liebe Grüße
Elisabeth

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