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Kommt es beim Schnarchen zu keiner Störung des Atemrhythmus oder der Schlafqualität (der eigenen, nicht der des Bettnachbarn), spricht man vom einfachen oder primären Schnarchen. Schnarchen mit Aussetzen der Atmung von mehr als zehn Sekunden wird als apnoisches (Windstille) oder obstruktives Schnarchen bezeichnet.

Im Schlaf kommt es bei jedem Menschen zu einer Erschlaffung der Muskulatur des Nasen-Rachenraumes. Durch eine Enge in diesen oberen Luftwegen – wie sie etwa durch eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln entstehen kann – wird die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft erhöht. Dies wiederum senkt den Druck im Rachenraum. Der Rachen ist ein “Muskelschlauch” aus mehr als 20 Muskelpaaren. Der verminderte Luftdruck und die im Schlaf erschlaffte Muskulatur können zum Kollaps des Schlauches führen.

Beim einfachen Schnarchen bleibt der Luftstrom aufrecht. Das Rachen- und Gaumengewebe kollabiert nicht komplett, sondern vibriert aufgrund der entstandenen Turbulenzen. So entsteht das charakteristische Geräusch des Schnarchens. Beim apnoischen Schnarchen entsteht hingegen ein zeitweise kompletter Verschluss, so dass es zu einer Atempause kommt. Um ein Ersticken zu verhindern, führt die verminderte Sauerstoffzufuhr im Gehirn zu einer Weckreaktion (Arousal). Diese Reaktion ist zwar lebenswichtig, verursacht aber eine Schlafstörung. Diese Schlafunterbrechungen führen am Tag zu verminderte Belastbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörung sowie gesteigerte Reizbarkeit. Bei Männern stellen sich oft auch Potenzprobleme ein. Unbehandelt können Blutdruckerhöhung, Herz- und Hirninfarkte resultieren.

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