Hallo.

Ich bin ziemlich ratlos und mittlerweile verzweifelt.

Ich habe seit mittlerweile zehn Tagen sehr schwer zu beschreibende Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte. Nach einer Wurzelspitzenresektion in Zahn 16 im Juni 2012 (es wurden zwei Spitzen entfernt, nach Wurzelbehandlung und wochenlangen Schmerzen), die völlig ohne Komplikationen verlief, bin ich seit August letzten Jahres aufgrund meiner Arbeit in einer KiTA fast durchgehend erkältet. Jedesmal waren bis jetzt auch die Nebenhöhlen entzündet. Vor zehn Tagen bekam ich nun Schmerzen oberhalb des rechten Oberkiefers auf Höhe des behandelten Zahnes, die stechend bis zur Nase ausstrahlten. Die Schmerzen traten schubweise auf und verschlechterten sich im Liegen dramatisch. Innerhalb kurzer Zeit strahlten die Schmerzen bis zum Ohr und zum Auge aus. Zwischenzeitlich wurde die Wange glühend rot und heiß, schwoll aber nicht. Die Röte verschwand nach ca. 30 Minuten immer wieder. an Ein Besuch beim Notdienst-Zahnarzt ergab aufgrund der Symptombeschreibung die Diagnose Sinusitis und ein Rezept für Clindamycin sowie die Empfehlung zum HNO-Arzt zu gehen. Das Clindamycin schlug auch nach vier Tagen noch nicht an, was ich darauf schob, dass ich es innerhalb der letzten 12 Monate bereits viermal einnehmen musste. Der erste HNO-Arzt untersuchte wenig und verschrieb Kortisonnasenspray + Rhinopront zum Abschwellen. Meine Zahnärztin machte ein Röntgenbild, konnte aber keine Veränderung zum vorherigen Bild erkennen. Die Schmerzen wurden schlimmer.
DER zweite HNO-Arzt konnte durch Sono der Nebenhöhlen und Spiegelung von Ohr und Nase keine Entzündung entdecken, verschrieb aber Ciprofloxacin, der die Schmerzen auf eine Entzündung möglicherweise im Kiefer hindeuteten. Ich hatte mittlerweile 10 Nächte nicht mehr als jeweils eine Stunde geschlafen und ging wieder zum Zahnarzt. Das war gestern. Meine Zahnärtzin riet mir vom Ciprofloxacin ab und schickte mich, nachdem wir als Schmerquellle gemeinsam den behandelte Zahn 16 ausgemacht hatten, notfallmäßig zur Kieferchirurgin, die eine Resektion der letzten Zahnwurzel vornahm. In der Nacht habe ich nun starkes Nasenbluten bekommen und seit heute Nachmittag wieder heftige Schmerzen vorallem beim Einatmen. Ein erneuter Besuch bei der Chirurgin ergab aus ihrer Sicht nichts Beunruhigendes. Ich solle die Nase (völlig verstopft) nicht schneuzen, die Wange weiter kühlen und Schmerzmittel nehmen. Ich habe kein weitres Antibiotikum nach Absetzen des Clinda vor vier Tagen erhalten. Die Schmerzmittel (Ibuprofen 800, Paracetamaol und inzwischen Novaminsulvon) helfen so gut wie gar nicht sondern schlagen mir nur noch auf den Magen und den Kreislauf.
Aufgrund einer erhöhten Infektanfälligkeit durch Diabetes Typ 1 + entzündliche Darmerkrankung habe ich große Angst vor weitren Komplikationen. Zudem irritiert mich die Art der Schmerzen und die Unwirksamkeit der Schmerzmittel.

Sollte bei meiner Vorgeschichte und den bestehenden Symptomen nicht dringend ein Antibiotikum gegeben werden? Und wenn ja; was kommt infrage? Ich reagiere allergisch auf Penicillin und Cotrimoxazol. Wie erklärt sich der unglaublich stechende Schmerz in der Nebenhöhle vorwiegend im Liegen? Kann das nicht Schneuzen abwechselnd verstopften und laufenden Nase nicht wiederum zu einer Nebenhöhlenentzündung führen?
Die Schmerzen und der Schlafmangel machen mich inzwischen völlig fertig.

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