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[b]Zähneknirschen und verkrampfe Kaumuskeln können zu Ohrgeräuschen führen[/b]
Wer unter ständigen oder immer wiederkehrenden Ohrgeräuschen leidet, sollte zur Ursachenforschung seinen Zahnarzt aufsuchen. Denn für die belastenden Geräusche könnte es nach Angaben der Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) unter Umständen eine ganz logische Erklärung geben: Eine verspannte Kiefermuskulatur verursacht das Sausen oder Klingeln in den Ohren.

Vielen Tinnitus-Geplagten ist ein Zusammenhang zwischen Geräuschen und Zahn- oder Kieferproblemen nicht bewusst. Dabei ist das Problem jedoch naheliegend, wie Dr. Dr. Thilo Prochno, Chirurg und Zahnarzt in Bad Saarow, beschreibt: „Zwischen dem Kiefergelenk und dem Reiz verarbeitenden Innenohr liegen nur wenige Millimeter Abstand. Wer aufgrund von Stress und Hektik beispielsweise dazu neigt, bewusst oder unbewusst mit den Zähnen zu knirschen, verspannt seine Kaumuskulatur und fehlbelastet sein Kiefergelenk mehr und mehr.“

Diese permanente Verspannung kann sich so auf das Innenohr auswirken, dass ein unangenehmes Pfeifgeräusch entsteht. „Die feinen Haarzellen im Innenohr werden durch den ständigen Druck ähnlich stark geschädigt, wie durch einen Hörsturz oder durch dauerhaft starke Beschallung und können sogar absterben“, erklärt Prochno. Aber nicht nur Zähneknirschen, sondern bereits eine Fehlstellung des Kiefers oder andere Zahnprobleme können sich nach Angaben des Experten in vielen Fällen negativ auf das Hörorgan auswirken.

Eine gezielte Behandlung durch den Zahnarzt oder einen Kieferorthopäden kann helfen, das so ausgelöste und subjektiv wahrgenommene Ohrgeräusch zu lindern. Die verspannte Kaumuskulatur kann beispielsweise durch die Verwendung einer Aufbissschiene gelockert werden.

Quelle: Onmeda

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