Sehr geehrter Hr. DDr. Belsky!

Ich habe mir vor 8 Jahre zwei miteinander verbundene Kronen auf der rechten Seite (oben Zahn vier und fünf) machen lassen. Leider hatte ich immer Probleme damit (Kronen schlossen nicht gut mit Zahnfleisch ab, Speisereste sanmmelten sich darunter, dadurch natürlich Entzündungen) und musste sie vor ca. 1 Jahren erneuern lassen. Diesmal ging ich bedingt durch einen Wohnortwechsel zu einem anderen Zahnarzt. Dieser erklärte mir, dass das Problem auch daher rühren könnte, dass die Kronen miteinander verbunden sind. Da er der Fachmann ist und ich der Laie, habe ich ihm vertraut und die Kronen neu machen lassen. Diesmal nicht verbunden. Ich muss dazu sagen, dass ich beim Einsetzen der Kronen extrem stark geblutet habe, so dass der Zahnarzt sogar seine Frau (diese war in Strassenkleidung) in den Ordinationsraum holen musste, dass diese gemeinsam mit der Assistentin das Blut stillte, wegwischte, mich tröstete etc. Ich kann mich noch erinnern, dass ich die ganze Zeit einen sehr üblen Geruch wahrnahm, wie wenn der Zahn darunter verfault war.

Bereits eine Woche später bemerkte ich, dass das Problem damit leider überhaupt nicht beseitigt war, sondern das gleiche wie mit den alten Kronen (scheuslicher Geschmack und Mundgeruch). Also habe ich den Arzt erneut aufgesucht und ihm das gesagt, dieser hat mich nur auf eine Mundhygiene hingewiesen, welche ich dann auch gemacht habe. Natürlich war es auch damit nicht erledigt. Zu diesem Zeitpunkt schwoll bereits mein Gaumen an, auch darauf habe ich ihn hingewiesen, aber irgendwie ist er das komplett übergangen. Ich sollte noch eine zweite Mundhygiene hinterherschieben.

Bei der Suche nach einem Zahnarzt für meinen Sohn bin ich auf eine liebe Zahnärztin gestossen und habe da am Montag einen Kontrolltermin für den Kleinen und mich vereinbart. Erst wurden wir geröngt dann wurde mein Sohn angeschaut und da es schon so spät war, sagte ich zu der Ärztin, dass ich mir einen neuen Termin für mich ausmachen werde. Da meinte diese, sie muss dringend mit mir sprechen und möchte vorher noch in meinen Mund schauen. Nach einer Kontrolle erklärte sie mir, dass ich die zwei Kronen verliere. Dann zeigte sie mir das Röntgenbild und erklärte mir, dass der eine Zahn darunter nie wurzelbehandelt worden ist und dadurch wohl alles vereitert wäre. Sie muss beide Kronen entfernen und das nachholen und die Entzündung stoppen. Sie gab mir einen Termin für Mittwoch, bis dahin muss ich Antiobiotika und Parkemed nehmen. Falls ich Schmerzen bekomme soll ich bereits am Dienstag vorbeikommen, sie würde mir das aufschneiden und den Eiter ablassen. Als ich ihr sagte, diese Schwellung habe ich bereits seit einem Jahr und der vorige Zahnarzt hat mir erklärt, dass ich es nur mit Mundhygiene wegbekomme, fiel sie fast vom Stuhl.

Jetzt zu meinen Fragen: Das ich es neu machen muss, ist mir klar. Aber ist es eigentlich ein Beratungs- und Behandlungsfehler des vorigen Arztes? Was ist mit den Kosten, diese Kronen sind ja nicht gerade günstig, kann ich mich da mit einer Beschwerde an die Kammer der Zahnärzte wenden? Was ist mit den Schmerzen die ich ertragen musste? Ich hatte zwischenzeitlich auch eine Sehnerventzündung (war dadurch Stammgast im AKH) und denke, dass es daher kommt und nicht wie angenommen, von einer NICHT diagnostizierten MS. Und vor allem: ist das überhaupt noch in Ordnung zu bringen, bekomme ich diesen Geschmack und Geruch je wieder weg?

Bin sehr froh, diese nette Ärztin gefunden zu haben, ich bin oft daran verzweifelt und habe kurz nach seiner Behandlung auch bei anderen Zahnärzten nachgefragt, keiner konnte mir helfen.

Vielen Dank für das Lesen
mit freundlichen Grüsse
Monanoma

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