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[b]Verpflichtende Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei heranwachsenden Mädchen gefordert[/b]

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Dem Leitartikel zufolge sollten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine Impfung gegen das Humane Papilloma-Virus (HPV) – einem Hauptverursacher des Gebärmutterhalskrebses – bei Mädchen im Alter von elf bis zwölf Jahren verbindlich einführen.

Die Europäische Kommission gestattete letzte Woche die Anwendung des ersten, Gardasil genannten HPV-Impfstoffs bei Kindern im Alter von neun bis fünfzehn Jahren sowie bei Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren. Der Impfstoff schützt vor den HPV-Typen 16 und 18, verantwortlich für 70 Prozent aller Gebärmutterhals-Krebserkrankungen, sowie gegen die Typen 6 und 11, verantwortlich für nahezu 90 Prozent aller Genitalwarzen. Anhand der früheren Zulassung des Impfstoffs zur Anwendung bei Mädchen und Frauen durch die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde ‘Food and Drug Administration’ (FDA) verabschiedete der Senat des Staates Michigan am 21. September ein Gesetz, wonach alle in die sechste Klassenstufe eintretenden Mädchen (elf bis zwölf Jahre alt) geimpft werden sollten.

Das Journal ‘The Lancet’ folgert: “Dies ist die erste gesetzliche Freigabe dieser Art in den USA, und eine Entscheidung, welche die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beachten sollten. Für eine effektive und dauerhafte Ausrottung des HPV müssen alle Heranwachsenden immunisiert werden. Die Daten aus den Impfversuchen an Jungen werden dringend benötigt, und in der Zwischenzeit sollten die EU-Staaten mit der verpflichtenden Impfung aller elf- bis zwölfjährigen Mädchen voranschreiten.”

Quelle: Editorial. Should HPV vaccines be mandatory for all adolescents?. Lancet 2006; 368: 1212

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