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[B]spezialisierung = individualisierung[/B]
in der frühen menschengeschichte, als der mensch für sein überleben vorwiegend alleine aufkommen mußte, da es noch keine spezialisierung gab, gab es wenig abhängigkeiten untereinander. man stand in der früh auf, reparierte sein zelt/die unterkunft, richtete sich die sammel utensilien für die nahrungssuche her – (beeren, gräßer, usw.) und ging auf nahrungssuche, dann wurde zusammen in der dorfgemeinschaft essen zubereitet, kleidung repariert und am abend ging es mit dem sozialen austausch vor dem lagerfeuer los. jeder machte ziemlich das gleiche um sein überleben zu sichern, jeder hatte ähnliche probleme und die herausforderungen des alltags waren ebenfalls alle sehr ähnlich.

die abhängigkeiten untereinander waren zwar klein, aber man hatte sich sehr viel zu erzählen, denn einen jeden beschäftigten die gleichen probleme des alltags. so hatte z.b. ein unwetter die gleichen auswirkungen für alle aus der gemeinschaft; alle konnten aus dem gleichen erfahrungsschatz schöpfen, denn das erlebte glich sich sehr. interessanterweise musste man daher auch nicht wirklich viel reden um sich mitzuteilen; aufgrund der ähnlichkeit der probleme war das mitfühlen mit dem anderen viel leichter möglich. man konnte sich sprichwörtlich in die haut des anderen versetzen, die empathie, die spiritualität allgemein hatte daher eine große bedeutung bei der damaligen gesellschaftlichen interaktion untereinander. die sprache war sekundär, sie war generell anders aufgebaut als heute, die damalige sprache unter den menschen war gekennzeichnet durch wenig begriffe, mehr laute und generell mehr eine bild- und somit mehr eine gefühlssprache.

wieso ist eine bildsprache mehr eine gefühlssprache? sie läßt dem menschen mehr raum für interpretationen, für mehr empfindungen, als eine begriff definierte sprache – sehen sir uns folgendes beispiel an: wenn ich zu meiner tochter sage: ich habe heute fische gefangen, dann entsteht in ihr sofort ein bild, denn sie kennt fische aus der schule und vom markt, sie weiß mittlerweile es gibt süßwasserfischer, salzwasserfische, fische mit kiemen, ohne kiemen, sie kennt sogar schon einzelne arten wie forelle, hecht usw. viele begriffe, die sie schon gelernt – begriffen hat. sie begreift also, was ich heute am fluss machte, ein bild ist in ihr entstanden – wohlgemerkt sie be-greift aber nur – dazu komme ich später. nehmen wir nun an, sie stürzt mit dem flugzeug auf einer insel ab und ein eingeborener will sie vor dem hungertod retten, er malt ihr ein netz in den sand – das symbol für essen aus dem meer in der eingeborenen sprache – und deutet ihr, mit ihm zu kommen, meine tochter denkt sofort an einen leckeren salzwasserfisch, denn das ist es, was sie aus unserer welt be-griffen hat. heute gibt es salzwasserfisch zum mittagessen, der gedanke entsteht sofort in ihrem kopf. im dorf angekommen, sieht sie im kochtopf algen, qualen und fische schwimmen – in der eingeborenen sprache ist “haschimaschi” der laut für das netz – alles was man mit dem netz eben so fangen kann. das bild, oder der laut haschimaschi erzeugt bei menschen vielmehr spielraum im gedankenspiel, der begriff determiniert viel genauer, was eben fische sind und was nicht. beide informationen – sowohl das netz, als auch der fisch – lösen bei uns bilder aus, in der bildsprache habe ich aber viel mehr spielraum, die kreativität ist gefragt, dadurch entstehen vielmehr emotionen/gefühle; in der begriffs sprache ist es klar vorgegeben, die bilder kommen in klaren strukturen, für emotionen ist weitaus weniger platz.

wir mußten, um in dieser welt bestehen zu können, dinge begreifen – angreifen, kategorisieren; umso unwirklicher das klima war, umso besser war es klare definitionen zu finden. wir mussten den apfel am baum “greifen” um ihn zum mund führen zu können, um zu überleben. so entwickelten wir immer mehr eine “begriff sprache”, unbemerkt führte diese “apfel-pflück-sprache” aber auch dazu, dass wir die welt allgemein immer mehr in begriffe/in schachteln teilten. wir begannen also unsere umwelt zu kategorisieren, einzuteilen, für alles begriffe zu finden – denn dass machte unser überleben einfacher und somit effizienter. je nach klimatischen gegebenheiten schritt diese entwicklung schneller, oder aber eben langsamer voran, diese unterschiede sehen wir heute noch in den sprachen – romanische und altgriechische sprachen sind bunter was das wortspiel anbelangt, als germanische sprachen. auto liebhabern zeige ich immer gerne den vergleich alfa romeo und vw auf. es müssen nicht diese beiden marken sein, generell sind die südländischen marken verspielter, mehr form betonter; die autos, die in den nördlichen teilen dieser welt gebaut werden, wo das klima überlebensfeindlicher ist, sind klarer, weniger formbetont sondern mehr pragmatisch konstruiert – ist ihnen das schon aufgefallen? die sprache und die sprachentwicklung, beeinflußt natürlich auch unser denken – in klimatisch begünstigten gebieten, erhielten sich die menschen vermutlich deshalb mehr eine gefühlssprache, denn es gab keinen “pragmatischen” selektionsdruck und so blieben sie auch mehr in der gefühlswelt. es hat einen grund, wieso menschen aus der nördlichen hemisphäre den südlichen flair im urlaub so geniessen, auch wenn sie dieser nach einiger zeit dann wiederum zum wahnsinn treibt.

[B]kategorisierung bedeutet schaffung einer realität[/B]
unser neocortex war also eine sehr sinnvolle einrichtung, um in der damaligen zeit angepaßt an die klimatischen gegebenheiten “effizient” überleben zu können. durch die kategorisierung der welt in begriffe ging aber auch sehr viel verloren. was werden sie nun fragen? ich möchte ihnen das einfach anhand der liebe illustrieren – liebe können sie nicht be-greifen, sie können es versuchen, indem sie an mann und frau denken. ihren kindern werden sie liebe vielleicht genauso erklären mit “papa und mama lieben sich”, sie führen also zwei begriffe ein. dabei machen sie die liebe aber auch schon wieder kaputt, denn liebe ist mehr als nur die summe von weibchen und männchen – oder? veränderungen, zusammenhänge – dinge die erst durch zwei einzelteile/begriffe entstehen, also z.b. freude, liebe, geborgenheit, lust – sind mehr als nur die summe der einzelteile. das können sie nicht erklären mit einer begrifflichen sprache, das muss man auch nicht, denn all das kann man fühlen, wenn man es nicht verlernt hat; jeder der einmal geliebt hat, dem muss man liebe nicht erklären – oder?

durch die schaffung der begrifflichen welt, kam es aber nicht nur zu einem verlust der gefühle, sondern auch zu einer spezialisierung der menschen, arbeitsabläufe wurden aufgeteilt, man wurde schneller und man erarbeitete sich durch das begreifen seiner umwelt somit auch freiräume – freizeit. durch diese freiräume kam es zur individualisierung. durch die einteilung, der, von unseren sinnen kreierten realität, in eine begriff sprache, konnten wir im alltag leichter und effizienter umgehen, wir schufen eine [B][URL=”http://www.denta-beaute.at/zahnforum/neues-denken-weg-ende-zahnleids/2638-funktioniert-unsere-wissenschaft.html”]wissenschaft, die genau auf diesen fundamenten beruht, auf begriffen[/URL][/B]. leider gingen die gefühle dabei immer mehr verloren und als resultat haben wir heute eine realität, die nichts mehr zu tun hat, mit der wirklichkeit. der viel gehörte satz von alten menschen “zu unserer jungend war alles besser” drückt undeutlich das aus, was die alten fühlen. es war nicht alles besser, aber es waren noch mehr raum fürs fühlen da und weniger begriffe; diese veränderung spüren die alten, können es aber meist nicht in worte fassen. die jungen glauben sie wissen alles, es stimmt, sie wissen mehr als die alten, verstehen aber immer weniger. im beitrag [B][URL=”http://www.denta-beaute.at/zahnforum/neues-denken-weg-ende-zahnleids/2639-realitaet-wirklichkeit.html#post9602″]realität ≠ wirklichkeit[/URL][/B] erkläre ich ihnen was die wirklichkeit ist, besser gesagt, was die realität nicht ist.

im zuge dieser entwicklung, also der zunahme der spezialisierung, der individualisierung, wurde auch der boden für die heutigen religionen gelegt. zwar ist der [B][URL=”http://www.denta-beaute.at/zahnforum/neues-denken-weg-ende-zahnleids/2640-glaubt-mensch.html#post9603″]drang nach glauben[/URL][/B] tief in uns verankert, jedoch reichte aufgrund zeitmangel der damaligen gesellschaften dieser drang in alten kulturen höchstens für stammes ritten aus, nie aber erlangten die religion so eine zerstörerische macht, wie sie in den letzten jahrhunderten aufkam.

[B]spezialisierung führt zu bürokratisierung[/B]
durch die spezialisierung und der damit verbundenen individualisiserung nahm die abhängigkeit unter den menschen zu, denn der schuster weiß nicht mehr wie er brot macht und der arzt nicht mehr wie er feuer macht. das wären noch nicht die schattenseite der spezialisierung, das eigentliche problem der spezialisierung ist, dass die kommunikation abnimmt. emile durker beschreibt diese entwicklung als eine mechanische hin zur organischen solidarität, wir reden immer weniger miteinander, ein automechaniker hat einem arzt, der wiederum einem bauer, der wiederum einem richter – einfach nicht mehr so viel zu erzählen.

frühgeschichtliche gesellschaften konnten mit einem bild beschrieben werden – sammler, jäger, oder z.b. nomaden – wie aber würden sie unsere heutige gesellschaft beschreiben, wenn sie auf einer insel einem ureinwohner das mal erklären müßten? die heutige gesellschaft ist geprägt durch in mikrokosmen aufgesplitterte subgesellschaften, nur noch regulierbar, durch eine aufgeblähte bürokratie. die gefühlswelt wurde durch eine begriffswelt ersetzt, die unnötiges wissen generiert. wir sprechen deshalb immer von einer wissensgesellschaft die alles versteht.

[B]wissen heißt nicht verstehen[/B]
wir glauben alles zu wissen, jedoch verstehen wir viel weniger als damals; es stimmt, dass wir mehr wissen, denn wir haben eine wissens-sammel gesellschaft entwickelt. das angehäufte wissen hat aber nichts zu tun mit verstehen! ein kleines kind kann ein göthe gedicht auswendig gelernt “wissen” und somit auch aufsagen, es wird das gedicht mit all seinen nuancen, den verborgenen botschaften, wort spielereien und doppeldeutigkeiten aber nicht verstehen. dieses scheinbare wissen bringt uns nur noch mehr weg von der wirklichkeit, denn unser leben ist nicht in begriffe unterteilbar, unser [B][URL=”http://www.denta-beaute.at/zahnforum/neues-denken-weg-ende-zahnleids/2643-instabilitaet-veraenderung-leben.html”]leben bedeutet andauernde veränderung, also instabilität[/URL][/B].

unsere jungen menschen werden von diesem scheinwissen erschlagen, bei dem versuch es zu begreifen – da mitzuhalten. sie werden in eine welt geboren, wo sie überhäuft sind von dem wissen der mirkokosmen unserer gesellschaft, in der schule werden sie schon auf be-greifen getrimmt und ihr leben wird in kleine schachteln verpackt, um ihnen eine “schein” sicherheit zu bieten. das leben wird schön ordentlich dargestellt, planbar, beherrschbar, berechenbar. “wenn man sich in dieser realität bemüht, dann wird man es zu etwas bringen”, es wird eine matrix kreiert, die eine schein sicherheit bietet. diese matrix steckt in den meisten so tief, dass wenn man menschen auf neue gedanken bringen will, ihnen diese matrix erklären will, sie aggresiv reagieren und sogar bereit sind dafür kriege zu führen. niemand darf an der schachtelwelt rütteln, denn diese bietet sicherheit, so glaubt man; denn man wuchs ja damit auf, der job gibt sicherheit, ausbildung gibt sicherheit, wissenschaft gibt sicherheit, politik gibt sicherheit. diese matrix dient aber in wahrheit nur zur profit steigerung einer auf wachstum ausgelegten wirtschaftspolitik. alles wird nur noch mit wachstum gemessen und beurteilt. rezession, stillstand, rückentwicklung wird nicht geduldet, dabei wird aber vergessen, dass in der natur alles was andauernd wächst ein bösartiger tumor ist, der im endeffekt den wirt umbringt. und so befinden sich die jungen menschen in den industrie ländern am tag ihrer geburt in einer tumor matrix. sie erkennen leider nicht, dass sie in dieser matrix wie esel hinter einer vorgehaltenen karotte nachjagen, denn sie wollen diese realität be-greifen, so wie es ihnen die alten vormachen, um damit die vorgekauten ziele wie wohlstand, scheinsicherheit und die vorgelogene zufriedenheit, besser zu erreichen.

die wirklichkeit kann man aber nur fühlen und das ist es was menschen glücklich macht, es ist die veränderung, die beziehung zwischen begriffen; es ist die liebe, freude, geborgenheit! das soll jetzt so nicht stehen gelassen werden, denn sonst klingt es zu schwammig für manche – ich will ihnen ein paar beispiele bringen:
wer glauben sie ist glücklicher, oder hat mehr spaß; der superreiche auf seiner yacht in monaco umgeben von gelangweilten gesichtern, neidvollen angestellten und energie saugern, die hoffen einen teil des kuchens abzubekommen; oder der einfache bauer, der singend und tanzend jeden abend im kreise einer großen familie abfeiert?
klasse kann man nicht kaufen, jeder von uns war schon “glas palästen”, in großen häusern, jeder von uns war aber auch schon in kleinen gemütlichen mit viel liebe und energie eingerichteten wohnstätten. fiel ihnen dabei auf, dass sie sich unterschiedlich fühlten, sobald der erste eindruck verlosch. ich war früher viel in ibiza. in den anfangszeiten der partyinsel war vieles “haus gebacken” man stellte einfach ein gemütliche sofa, boxen und eine kleine bar am strand auf, hängte überall laternen auf und baute mit viel geduld mosaik kunstwerk auf. so kompensierte man den mangel an geld mit kreativität, diese energie konnte man spüren, man fühlte sich wohl und aufgehoben; das ging verloren, zwar hat man heute an den stränden ibizas viele sehr feine lokale, schön betonierte ufer promenaden, der damalige flair aber, die damalig plötzlich einschiessenden glücksausbrüche, die einen auch ganz ohne drogen überkamen – einfach nur durch sitzen am strand – sind so nicht mehr.
in wien fühlen sich zur zeit russen sehr wohl – wieso? waren sie schon mal in einem moskauer nobel viertel, dort gibt es villen, die von mauern umgeben sind, da können sie nichtmal mehr eine bierflasche rüber werfen, wer da isoliert ist möchte ich wissen. könnte es sein, dass reiche russen die offenheit, die noch vorhandene “gleichheit” in wien gefällt?
all das kann man und muss man nicht kaufen …

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