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[b]Wann bekomme ich meinen Zahn, wann darf ich normal kauen?[/b]

Früher musste man bei Zahnimplantaten mit monatelangen Einheilungszeiten rechnen. Aber das hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Durch die enorme Entwicklung ist auch die Einheilungszeit eines Implantates wegen der neuen Implantatoberflächen und verbesserten Operationstechniken stark verkürzt.
Im Folgenden werden drei Begriffe kurz erläutert, die neue Techniken der Implantation erklären: Sofortbelastung, Sofortversorgung und Sofortimplantation

Unmittelbar nach der Operation werden die Implantate mit einem Zahnersatz versorgt und den vollen Kaukräften ausgesetzt. Man spricht hier von einer Sofortbelastung. Diese wird vor allem im zahnlosen Unterkiefer angewandt (bei guter Knochenqualität und günstigen biomechanischen Eigenschaften). Für die Befestigung der Unterkieferprothese reichen vier Implantate aus. Dieses Verfahren hat sich als sicher etabliert und wird routinemäßig in Ordinationen angeboten. Die Sofortbelastung im Seitzahnbereich und/oder im Oberkiefer gehört noch nicht zur Routineversorgung, da Langzeitergebnisse fehlen.

Bei der so genannten Sofortversorgung werden die Implantate unmittelbar nach der Operation mit einem Zahnersatz versorgt, aber noch keinen Kaukräften ausgesetzt. Der Zahnersatz wird etwas kleiner als die Nachbarzähne angefertigt und trifft somit nicht auf den Gegenzahn. Die Sofortversorgung bedeutet für den Patienten einen deutlichen Komfortgewinn. Abnehmbare Provisorien können dadurch heute vermieden werden. Ist das Team Zahnarzt – Techniker gut eingespielt, kann der Patient die Ordination schon am Operationstag mit dem Zahnersatz verlassen.

Sofort nach der Zahnextraktion wird das Implantat gesetzt; die Sofortimplantation. Diese Technik wird vorwiegend in der Oberkieferfront verwendet, denn sie führt zu besonders guten kosmetischen Ergebnissen (Rot-Weiß Ästhetik).

Diese neuen Techniken führen aber nur dann zum gewünschten Erfolg, wenn die Bedingungen optimal sind. Was versteht man unter optimalen Bedingungen?
Es dürfen keine Entzündungen vorliegen, auch der Knochen muss von guter Qualität und vollständig erhalten sein. Ist bei der Implantation ein Knochenaufbau notwendig darf dieser nicht zu groß sein, die Prognose würde sich verschlechtern. Das Implantat sollte eine gewisse Stabilität beim Eindrehen im Knochen erreichen (Primärstabilität).
Fehlen diese Voraussetzungen, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, die Implantate wie bisher unter der Schleimhaut einheilen zu lassen und später die festsitzende prothetische Versorgung vorzunehmen. Welche Technik nun verwendet wird und wie die Bedingungen sind, wird vom Operateur abgeklärt. Denn wie immer gilt: Mit einer guten Planung und der richtigen Behandlungsstrategie kann sich der Patient schlussendlich auch über die gewünschten Erfolge freuen!

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