Sehr geehrter Dr. Belsky!
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> Wie viele andere Ratsuchende bei Ihnen im Forum habe auch ich in den letzten Jahren eine ordentliche “Zahnkarriere” hinter mir mit ganz viel Misserfolg und andauernden Schmerzen.
> Es gibt zwar ein paar “beinahe” schmerzfreie Intervalle; diese sind jedoch sehr rar gesät. Inzwischen fehlen wie so viele Backenzähne wie noch welche vorhanden sind.
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> Ich trete direkt mit mehreren Fragestellungen an Sie heran.
> Nach einer Extraktionsoperation der 16 und 17 im Oktober 2016 habe ich nun Angst eine Osteomylitis zu haben. Weiterhin weiß ich nicht, ob ich mir den 18 ziehen lassen soll, da sonst die letzte Abstützung im linken Oberkiefer fehlt.
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> Angefangen hat es vor 13 Jahren.
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> Es wurden alle 6 er Zähne nach und nach wurzelbehandelt. Die Wurzelkanalbehandlungen wurden alle von den Zahnärzten vorgeschlagen aufgrund von Schmerzen, tiefen Füllungen und zu tiefen Bohren am Nerv. Eine akute Pulpitis mit den verbundenen Schmerzen hatte ich VOR den Behandlungen nie. Die Wurzelkanalbehandlungen verliefen immer gleich. Schlimmere Schmerzen nach der Behandlung als vorher. Mehrfaches Spülen, etc. notwendig, bis einigermaßen Ruhe einkehrte. Leider waren diese behandelten Zähne nie ruhig und bereiteten mir immer wieder Schmerzen.
> Damals wusste ich leider nichts von Wurzelkanalrevisionen, Wurzelresektion,…
> Der 46 brach während einer Wurzelbehandlung ab und musste 2008 gezogen werden.
> Die anderen drei 6 er ließ ich alle 2011 entfernen. Leider blieben beim 16 ein Wurzelrest sowie Wurzelfüllmaterial im Kiefer. Ebenso verbliebenes Wurzelfüllmaterial am 26 und 36, was erst vor ca. 4 Jahren auf einem DVT auffiel.
> Die Kieferhöhle musste über dem 16 eröffnet werden. Die Wundheilung verlief bei bei allen Zähnen extrem schmerzhaft und langwierig. Alle Zahnfächer hatten sich entzündet.
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> Seitdem hatte ich über der Extraktionsstelle des 16 immer eine geringe Sensibilitätsstörung unterhalb des Auges in Höhe der Kieferhöhle. Es fühlte sich an, als wäre dort irgendein Fremdkörper. Das störte mich zwar, machte aber keine wirklichen Schmerzen.
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> Das Schmerzkarussell ging weiter…
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> Es dauerte nicht lange bis die Nachbarzähne anfingen zu schmerzen.
> Ich muss dazu sagen, dass ich mit meinen Zähnen hochsensibel bin. Ich benötige immer sehr viel Narkosemittel. Ob bei einer Zahngeschichte oder einer anderen örtlichen Betäubung. Zudem bin ich allgemein hoch sensibel im Bezug auf Schmerzen. Selbst nach Zahnreinigungen hatte ich schon monatelang danach noch Schmerzen an den Schneidezähnen.
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> Es wurde gesagt ich würde mir die Schmerzen an den Zähnen einbilden. Ich wäre zu empfindlich.
> Ich sollte zur Ruhe kommen. Ich sollte Stress abbauen. Ich sollte Schienentherapien machen, die mich mehrere 1000€ gekostet haben. Erst Entspannungsschienen gegen das Zähne knirschen und dann Aufbisserhöhungsschienen, um den mittlerweile, durch das jahrzehntelange Pressen, abgefallenen Kiefer zu erhöhen. Nichts hat mir nachhaltig geholfen.
> In diesen letzten Jahren hat sich niemand getraut die Lücken mit Prothetik zu versorgen. Ich wäre zu verspannt. Ich habe alles mögliche versucht. Physio, Osteopathie, Krankengymnastik, Heilpraktiker,…
> Das Zähnepressen bin ich bis heute leider nicht losgeworden. Daran arbeite ich aber nach wie vor mit einer Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen,…
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> 2013 wurde der 28 aufgrund von Schmerzen gezogen. Schlimmste Entzündung mit Wundheilungsstörung.
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> Ich habe immer wieder gesagt, dass ich Angst um meine verbleibenden Zähne habe. Dass diese, bei fehlendem Gegenbiss und nach wie vor andauerndem Pressen, sehr große Gefahr laufen überlastet zu sein. Diese Überlastung merke ich ständig. Mal Schmerzen hier, mal Schmerzen dort.
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> Seit ein paar Jahren habe ich immer wieder Schmerzen am 27. Hierbei handelt es sich um einen ziehenden Schmerz der vom Knochen in Höhe des 18 über den 17 bis zum 16 Brückenglied geht. Auch hier wurde nie eine Diagnose gestellt. Die Brücke, die ich nun seit ca 6 Jahren habe, ist provisorisch zementiert und wurde bislang zweimal herunter genommen mit der Aussage, dass alles in Ordnung wäre.
> Auch am 37 habe ich immer wieder Schmerzen. Dieser Zahn wurde vor ca. einem Jahr wurzelbehandelt. Extreme Schmerzen über Wochen nach der Wurzelkanalbehandlung. Der Endodontologe sagte, der Zahn wäre nicht groß infiziert gewesen.
> Die Schmerzen sind am Zwischenraum zwischen dem 37 und dem Zahnfleisch, wo der 36 war extrem. Manchmal schmerzt es so sehr, dass ich dort nicht kauen kann. Außerdem ein Ziehen im 37.
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> Ganz schlimm wurde es 2015 Jahren wo die Teufelsspirale weiter ging…
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> Ich bekam zwischen dem 18 und dem 17 Schmerzen. Eine Zahnzwischenraumkaries am 18 wurde behandelt, danach weitere Schmerzen und WB. Monatelang wurde aufbereitet, die Kanäle gesucht und behandelt. Bei einer “angeblichen Endodontologin”! Der Schmerz aber blieb.
> Also wurde auch der 17 er wurzelbehandelt. Dabei wurde der Zahn so kaputt gebohrt und zweimal perforiert, dass ich ihn, nach Schmerzen und Ablärung zweier versierter Endodontologen, schließlich ziehen ließ.
> Bei der Zahn OP im Oktober 2016 empfahl man mir auch den 16 Wurzelrest sowie das Wurzelmaterial entfernen zu lassen. Die Wundheilung war, genau wie bei den Extraktionen der 6er, extrem schlecht und dauerte mehrere Wochen mit Knochenauffrischung, medikamentösen Einlagen über Wochen. In dieser Wundheilungszeit hatte ich extreme Schmerzen an den Rändern der beiden Zahnfächern, was ich immer wieder dem Oralchirurgen sagte.
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> Nach ein paar Wochen wurden die Schmerzen besser doch im Frühling stellte sich heraus, dass mein Missempfinden oberhalb der Extraktionsstellen des 16 und 17 stärker wurde.
> Das vernarbte Zahnfleisch schmerzt und brennt bis heute. Ab und an habe ich dort einen Knochenschmerz. Diesen kenne ich nur zu gut von den Entzündungen. Für mich fühlte sich die Wange im Bereich der Kieferhöhle, besonders bei warmen Temperaturen, sehr geschwollen an. Außenstehende bemerken nur bei genauem Hinsehen eine kleine Schwellung. Das Zahnfleisch ist gut rosa und nicht auffällig gerötet. Es schmerzt aber dort, wo mir schon während der Wundheilung die Zahnfachränder extrem weh taten, wenn ich dort herein drücke. Auch warme Speisen, insbesondere heiße Suppen, lösen Schmerzen an diesen zahnlosen Stellen aus. Manchmal schmerzt auch der Knochen bei Druck. Ich habe das Gefühl, dass die Schwellung von unten gegen mein Auge drückt. Mittlerweile kann ich auf dieser Seite nichts mehr essen.
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> Ich bekam in dieser Zeit wieder zunehmend Schmerzen am 18. Im Mai 2017 ließ ich den Zahn von einem Endodontologen revidieren, da auf dem Röntgenbild eine nicht bis zur Wurzelspitze hinreichende Wurzelfüllung sowie eine Entzündung zu sehen war, revidieren. Wieder große Schmerzen, Antibiotika, …
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> Auf Anraten des Endodontologen ließ ich bei einem “ganzheitlichen” Zahnarzt noch eine Störfeldsanierung hinter dem 18 und über den 11 und 21 machen. Dies kostete leider viel Geld und hat nichts gebracht.
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> Seit der Wurzelrevision am 18 geht es bergab in der linken Kieferhälfte. Ich kann gar nicht mehr sagen, welcher Knochen oder welcher Zahn genau Schmerzen bereitet. Die Schmerzen nehmen immer mehr zu, seit dem Zeitpunkt als ich das Antibiotikum nach der Revision des 18 wegließ.
> Sie fühlen sich am 18 an wie Knochenschmerzen, an der Extraktionsstelle des 16 und 17 wie ein Gemisch aus Knochenschmerzen und einem Brennen.
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> Nun ist es so, dass am 18 immer noch eine Entzündung besteht und ich aufgrund der täglichen Schmerzen und der Zunahme der Intensität ihn am liebsten ziehen lassen würde. Die Entzündung ist auf dem Röntgenbild zwar nicht zu sehen, wohl aber auf einem aktuellen DVT. Da das aber der Pfeiler ist, der meinen Oberkiefer stützt, ist diese Entscheidung sehr schwer.
> Weiterhin habe ich große Sorge, dass es sich mittlerweile um eine chronische Osteomyelitis im linken Oberkiefer handeln könnte.
> Wie beurteilen Sie Situation.
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> Ganz lieben Dank für Ihre Antwort und Ihre Mühe.
Gruß, Suse
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> P.S.: Ich bin erst 43 Jahre alt und Mutter dreier wunderbarer Kinder! Ich weiß um die sog. Zahnkarriere. Deshalb suche ich Ihren Rat!
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