Denta Beauté - alle Kassen | 1190 Wien, Billrothstraße 29 | +43 1 369 66 25

Krebs

    https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/a/
  • A
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/b/
  • B
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/c/
  • C
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/d/
  • D
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/e/
  • E
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/f/
  • F
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/g/
  • G
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/h/
  • H
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/i/
  • I
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/k/
  • K
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/l/
  • L
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/m/
  • M
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/n/
  • N
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/o/
  • O
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/p/
  • P
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/q/
  • Q
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/r/
  • R
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/s/
  • S
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/t/
  • T
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/u/
  • U
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/v/
  • V
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/w/
  • W
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/x/
  • X
  • https://www.denta-beaute.com/dentallexikon-category/z/
  • Z

Der Mediziner spricht nicht von Krebs, sondern von einem Karzinom, oder einem bösartigem Tumor.

Unwissenheit erzeugt Angst, wir wollen Ihnen mit diesem Beitrag ein wenig Angst nehmen! Wie entsteht ein Tumor, was genau ist ein Tumor?
Nun, Tiere und Menschen bestehen aus vielen verschiedenen Zellen, die Gruppen bilden, verschiedene Zellgruppen bilden Organe mit ganz speziellen Funktionen. Jede Zelle enthält im Zellkern die Erbinformation, die der Zelle eine ganze spezielle Aufgabe zu weißt. Dabei handelt es sich um einen langen Faden bestehend aus Zucker, Phosphat und vier verschiedenen Basen (Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin). Diese Basen sind hintereinander aufgereiht und bilden so den sogenannten DNS Strang.
Vielleicht wissen Sie ja, der Mikroprozessor Ihres Computers kennt nur Strom ein und aus – also 1 und 0, durch die binäre Codierung dieses Impulses lassen sich Zahlen, Buchstaben und vieles mehr darstellen – so steht der Binärcode 01000010 z.B. für den Buchstaben B. Ähnlich funktioniert auch der DNS Strang in der Zelle, so codieren immer 3 Basenpaare für eine Aminosäure, aus Aminosäuren baut die Zelle Proteine. Proteine sind die Ausgangsbasis für alle möglichen „Zell Organe“.
In der Zelle ist es ein wenig komplexer als im Computer, denn nicht nur die Anordnung der Basenpaare dient zur Codierung, sondern auch wie der DNS  Strang selbst organisiert, also gefaltet ist.
Auf diesem DNS Strang ist also festgehalten, was aus der Zelle einmal werden soll, welche Aufgaben sie zu übernehmen hat und wann sie sterben soll. Die Zelle selbst besteht neben dem Zellkern aus verschiedenen Zellkompartimenten, so findet sich z.B. eine Art „Magen“, dann findet man „Fabriken“ in denen aus Aminosäuren Proteine gemacht werden, andere „Fabriken“ erzeugen aus Zuckermolekülen Kohlehydrate, andere produzieren aus Fettsäuren Fette. Jede Zelle hat auch ein sogenanntes Zytoskelett. Dieses gibt der Zelle nicht nur Form, sondern das Zytoskelett dient auch dem Transport in der Zelle – wie riesige Förderbänder, es transportiert also Stoffe von einem Ort zum anderen innerhalb der Zelle.
So eine Zelle ist im Grunde aufgebaut wie wir, nur eben viel kleiner. Die DNS ist das Inhaltsverzeichnis – eine Gebrauchsanleitung der Zelle, wo alles genau niedergeschrieben steht, denn diese vielen Prozesse müssen organisiert ablaufen – sonst kommt es zu einem Durcheinander.
Stellen Sie sich nun eine junge Herzzelle vor, entstanden ist sie aus Blutvorläuferzellen. Sie wächst und begibt sich im Embryo auf Wanderschaft, sie lässt sich an dem Ort nieder, wo einmal das Herz sein soll. Dort findet sie Ihresgleichen und verbindet sich mit diesen Zellen zu einem primitiven Vororgan. Die Information, die die Zellen benötigen um Ihren richtigen Platz zu finden, ist ebenfalls im Zellkern codiert, andere Zellen – sogenannte „Wegweiser“ Zellen helfen der Herzzelle den richtigen Ort zu finden. Viele dieser „Wegweiserzellen“ verkümmern nach der Embryonalentwicklung, manchmal können sich aus solchen Zellen Zysten bilden – mehr dazu „radikuläre Zyste“.
Unsere Herzzelle ist nun am Bestimmungsort angekommen und verbindet sich mit Ihres gleichen – es bilden sich Zell-Zell Kontakte. Das registriert der Zellkern und schüttet sofort Informationen aus was zu tun ist – z.B. lautet nun der Befehl „bilde mehr vom Protein Myosin und bau das dann in dein Zytoskelett ein, denn schließlich bist du ja eine Herzzelle und musst später am Herzschlag beteiligt sein“. Gesagt getan und schon werden in den Fabriken der Zelle die entsprechenden Proteine gebildet und entsprechend in das Zellskelett eingebaut, irgendwann beginnt sich die primitive Herzzelle aufgrund der neuen Proteine zusammen zu ziehen, im Zellverbund ergibt sich daraus später unser Herzschlag.
Unsere Herzzelle hat aber so wie wir auch eine bestimmte Lebenszeit, dann muss sie Platz für neue Zellen machen – denn Arbeit nütz ab, das Zytoskelett altert. Diesen programmierten Zelltod nennt der Biologe Apoptose. Wenn es soweit ist, dann benachrichtigt der Zellkern die Zelle, sie soll sich selber zerstören – also die Apoptose einleiten.
An diesem Punkt sind wir bei Krebs, funktioniert die Apoptose nicht, dann könnte aus dieser „nicht sterbend wollenden Zelle“ eine Krebszelle werden. Aber noch ist es nicht soweit, denn unsere Herzzelle will zwar nicht sterben, aber sie will sich auch nicht vermehren. Trotzdem wird ihr falsche Funktion sofort von speziellen Wächterzellen (dem Immunsystem) erkannt und die Zelle wird einfach ausgeschaltet – also zerstört.
Nehmen wir eine andere Herzzelle, wir haben ja viele davon. Sobald die Zellen ihren Bestimmungsort erreichen, beginnen sie sich in der Regel zu teilen, so lange bis sie keinen Platz mehr haben. Spezielle Rezeptoren an der Zelloberfläche signalisieren der Zelle, dass sie jetzt von allen Seiten von Ihresgleichen umgeben ist und sich nicht mehr teilen braucht, sondern ihre eigentlich zugewiesene Funktion übernehmen soll – in unserem Fall die Myosin Produktion.
Manchmal funktioniert nicht nur der Apoptose Mechanismus, sondern auch nicht der Zellteilungsstopp Mechanismus. Diese andere Zelle teilt sich also wie wild obwohl sie eigentlich keinen Platz mehr hat. Sterben will sie auch nicht, denn der Apoptose Mechanismus funktioniert auch nicht mehr, in der Zelle, genauer gesagt im DNS Strang ist einiges durcheinander geraten, Signalwege funktionieren nicht mehr, falsche Proteine werden gebildet usw.
Jede neue Nachkommenzelle hat den gleichen Defekt und teilt sich also ebenfalls wie wild, da ja aber der gesamte Zellstoffwechsel durcheinander gekommen ist, häufen sich bei den Nachkommenzellen immer mehr neue Fehler an. Diese sind entweder so gravierend, dass die Zelle sofort stirbt, oder aber es entsteht eine wirkliche Tumorzelle. Denn noch haben wir keinen bösartigen Tumor, unsere Zelle will zwar nicht sterben und teilt sich wie wild, doch sofort werden die Wächter (unser Immunsystem) aufmerksam und die entsprechenden Zellen werden zerstört.
Leider nicht alle, denn einige Zellen überleben den Angriff des Immunsystems durch neu angehäufte Fehler in der Erbinformation gelingt es den Zellen dem Immunsystem zu entkommen. Es geht nun  drunter und drüber im Zellinneren und so erlangen manche Nachkommenzellen durch spontane Mutation die Fähigkeit, sich aus dem Zellverbund zu lösen. Sie bilden hierfür ein Enzym, welches es der Zelle ermöglicht sich durch Gefäßwände zu knabbern und so gelangt unsere entartete Zelle an einen fremden Ort – eine Metastase ist entstanden, nun sprechen wir von einem bösartigem Tumor.
Das Primum – also die Ursprungszelle war in unserem Fall eine Herzzelle, jedoch kann man nicht immer die Ursprungszelle zurückverfolgen, denn die Zellen verlieren durch die angehäuften Fehler immer mehr von ihrer ursprünglichen Form/Funktion. Solche Tumore werden als bösartige Tumore mit „unbekanntem Primum“ bezeichnet.
Jeder von uns kann sich vorstellen, dass so viel Arbeit (Zellteilung, Wanderung) sehr viel Energie verbraucht. Daran stirbt dann auch der Mensch, entweder lässt sich die Zelle an einem sehr ungünstigem Ort nieder, wo man sie nicht entfernen kann, oder dem Körper wird so viel Energie entzogen, dass man an Energiemangel stirbt – meistens ist es eine Mischung von beidem. Zum Glück sterben immer weniger Menschen an einem bösartigen Tumor, obwohl die Tumorhäufigkeit zunimmt, das liegt an den immer besseren therapeutischen Möglichkeiten – Früherkennung ist wichtig!
Wie kommt es nun aber zu einem Fehler in dieser Bibliothek – bleiben wir bei unserer Herzzelle, so können z.B. radioaktive Strahlen die DNA schädigen, aber auch Chemikalien können der Bibliothek schaden zu führen. Je nach Gewebe existieren verschiedene Schädigungsmöglichkeiten, die Lungenzellen mögen keinen Zigarettenrauch, die Leberzellen fühlen sich bei Alkohol nicht sehr wohl und Nierenzellen mögen z.B. keine Schwermetalle. Das ganze wird noch verkompliziert durch das Immunsystem, welches wie wir gehört haben Tumorzellen erkennen und auch ausschalten kann, aber auch Tumore auslösen kann, z.B. durch chronische Entzündungsreize.
Ein bösartiger Tumor ist also eine eigene Evolution, entstanden aus einer deregulierten Zelle. Nun ist es vermutlich klarer, wieso Substanzen, die die Erbinformation schädigen können, Tumore auslösen können. Alles was das Inhaltsverzeichnis der Zelle durcheinander bringt, kann also Tumore verursachen.
Manche Menschen haben von Haus aus „mehr Ordnung“ in Ihrer Bibliothek, manche Menschen weniger. Deswegen findet man immer wieder Familien, bei denen bestimmte Tumore gehäuft auftreten. Ob wir also an einem Tumor erkranken hängt von vielen Faktoren ab – einmal von unserer Erbinformation selbst, zudem von der Menge und Häufigkeit der schädigenden Substanzen denen wir ausgesetzt sind. Weiteres von unserem Immunsystem, welches wiederum von unserer Psyche „moduliert“ wird, all diese Aspekte sind sehr komplex miteinander verwoben, umso genauer man diese Zusammenhänge kennt, umso besser kann man sein Leben danach ausrichten und so durch ausgewogene Lebensweise der Entartung von Zellen entgegen wirken!

Krebs