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Was ist die zahnärztliche Prothetik

Die Prothetik beschäftigt sich mit dem Zahnersatz von Zahnlücken und dem Kiefergelenk. Beginnen wir einmal mit der Zahnlücke (fehlende Zähne). Wie ersetzt man am besten fehlende Zähne? Zähne können heutzutage vielfältig ersetzt werden. Wichtig ist, die Ursache, wieso es zum Zahnverlust kam, ebenfalls zu behandeln, denn sonst werden Sie auch den neuen Zahnersatz bald wieder verlieren. Die häufigste Ursache für Zahnverlust ist Karies und Parodontitis, seltener Unfälle. Häufig werden Zähne nicht ersetzt, außer sie liegen im Frontzahnbereich, dann ist es die reduzierte Ästhetik, die den Patienten antreibt, sich den Zahn ersetzen zu lassen. Was die meisten nicht wissen ist, dass eine fehlende stabile Seitzahnabstützung, zu Frontzahn Verlust führt. Aufgrund Überbelastung der Frontzähne, kommt es mit der Zeit zum Frontzahnverlust, deswegen ist die Therapie der Seitzähne ebenfalls wichtig.
 
Wie man nun die Zahnlücke schließt, hängt von der Größe der Zahnlücke, der Qualität der Restbezahnung, Ihres Allgemeinzustandes und Ihrer Geldbörse ab. Abnehmbarer Zahnersatz wie z.B. die Zahnprothese, genauer gesagt die Teilprothese, ist billig. Diese Art der Versorgung belastet aber die Restbezahnung und so kommt es meistens nach Jahren zu Ankerzahnverlust und Prothesenerweiterung.

 
 

Ein Gelenk – das Kiefergelenk
Der Titel mag ein wenig sonderbar klingen, jedoch wurde und wird teilweise heute noch, das Kiefergelenk nie wie andere Gelenke behandelt. Das hat etwas mit „Geld“ zu tun und nicht mit dem Kiefergelenk an sich. Wie ist das gemeint? Wenn Sie sich beim wandern verknöcheln, dann wissen Sie, wieso am nächsten Tag der Knöchel schmerzt. Wenn Sie aber zum Beispiel aufgrund viel Stress in der Arbeit in der Nacht pressen/knirschen, dann wissen Sie am nächsten Tag nicht mehr, wieso das Gesicht schmerzt. Für Geld wird dann z.B. eine „Schienentherapie“ angeboten, die aber laut wissenschaftlichen Erkenntnissen nichts bringt – Schonung wäre die richtige Therapie, also keine kauintensiven Speißen, meiden von Kaugummis usw. Das bringt aber kein Geld und so haben sich in der Therapie des Kiefergelenkes sehr sonderbare Therapien „eingeschlichen“.
 
Kiefergelenkschmerzen (Gesichtsschmerzen) sind ebenfalls ein Gebiet, mit dem sich die Prothetik befasst. Aus den oben geannten Beispiel, hat das Kiefergelenk in der Zahnmedizin unter den Gelenken immer eine Sonderstellung. Das dient(e) aber nur der Medikalisierung. Die Ursachen für Kiefergelenks- und/oder Gesichtsschmerzen sind in der Regel eine Gelenksüberlastung daraus entwickelt sich ein akuter Kiefergelenkserguss. Die klassischen Symptome treten üblicherweise 1-2 Tage nach der Belastung auf und sind
  • Mundöffnungsschwierigkeiten
  • bis hin zur Kiefersperre
  • stechende Schmerzen ins Ohr strahlend
  • gestörte Oklussion – das Gefühl, wie wenn die Zähne nicht aufeinander passen würden

Ausgeschlossen werden sollten Innenohr Erkrankungen. Normalerweise ist bei Innenohrerkrankungen die Kieferöffnung nicht, oder nur wenig beeinträchtigt. Zudem gehen Innenohrerkrankungen häufig mit Erkrankungen des Außenohrs einher. Zu den Risikofaktoren für Kiefergelenks Beschwerden zählen

  • lange Mundöffnung
  • kauintensive Speisen
  • falscher Zahnersatz
  • Habbits wie z.B. Bleistift kauen

Die Therapie richtet sich nach der Ursache, wobei die akuten Beschwerden mit einem normalen Schmerzmittel wie z.B. einem Aspirin, oder einem anderen Schmerzmittel behandelt werden. Behandlungen mit Schienen bringen gar nichts, außer als Placebophänomen. Wichtig in der akut Phase ist Schonung, also weiche Speisen, vorsichtige Mundöffnung und wenig reden. Manche Menschen haben empfindlichere Gelenke als andere, darauf gilt es sich einfach einzustellen, kürzere Behandlungszeiten beim Zahnarzt, meiden von Kaugummis und meiden von kauintensive Speisen.

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