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Auszug aus der oralen Chirurgie

Was ist ein Zahnherd?

Eine chronisch apikale Parodontitis (Zahnherd)ist eine abgekapselte chronische Entzündung im Kieferknochen um die Wurzelspitze. Die häufigsten zwei Ursachen sind ein abgestorbener und nicht behandelter Zahnnerv, ein sogenanntes Pulpengangrän und/oder eine schlechte Wurzelbehandlung. Ist der Zahnnerv z.B. aufgrund einer tiefen Karies infiziert worden, dann stirbt der Zahnnerv ab und die Fäulnisprodukte führen zu einer Knochen Entzündung um die Wurzelspitze. Wird eine Wurzelbehandlung nicht sauber ausgeführt, dann können auch auf diesem Weg Bakterien in den Knochen gelangen. Häufig spürt der Patient aufgrund der langsamen Entwicklung gar nichts. Manche entwickeln typische Symptome, die da wären:

  • eine Druckschmerz des Zahnes
  • eine Zahnfleisch Fistel
  • Zahnwanderung
  • Zahnfleisch Granulom

Unterschieden werden sollte ein Zahnherd von einer radikulären Zyste und einem Parodontalabszess. Um solche Komplikationen zu vermeiden, sollte so wenig, wie nur möglich am Zahn herum gebohrt werden, denn jedesmal beim Zahn bohren und/oder bei großen Zahnfüllungen besteht die Gefahr eines Zahnnervschadens und die Entwicklung eines Zahnherdes. Die Behandlung eines großen Herdes erfolgt mit einer Wurzelspitzenresektion (WSR). Diese sollte immer als orthograde-, oder als retrograde WSR erfolgen.

Risikofaktoren für eine chronisch apikale Parodontitis sind

Die Diagnose der chronisch apikalen Parodontitis erfolgt mit Hilfe des Röntgens. Die Therapie des Zahnherdes besteht in der Wurzelbehandlung (WB) und/oder einer Wurzelspitzenresektion.

Was ist Zungenkrebs?

Zungenkarzinom (Zungenkrebs)ist eine bösartige Veränderung an der Zunge. Diese Erkrankung ist zum Glück sehr selten und tritt meistens im höheren Lebensalter bei Rauchern und/oder Alkoholikern bevorzugt auf. Häufig spürt der Patient aufgrund der langsamen Entwicklung lange Zeit nichts. Ein frühes Symptom an der Zunge sind

  • eine nicht abheilende Wunden
  • eine Ulzerationen
  • eine Verhärtungen

Unterschieden werden sollte ein Zungen Krebs z.B. von einer banalen Wundinfektion im Zuge eines Zungenbisses, die üblicherweise nach ein paar Tagen abheilt. Weiters z.B. von einem Zungenabszess bei dem die gesamte Zunge hart und steif ist.

Risikofaktoren für Zungenkrebs, als auch für Krebs allgemein sind:

  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • schlechte Mundhygiene
  • schlechter Zahnzustand
  • chronische Reizungen der Mundschleimhaut

Die Behandlung eines Zungenkarzinoms besteht in der chirurgischen Entfernung (Resektion) des Tumors.

Knochen Entzündung?

Osteomyelitis (Ostitis)ist eine Knochenentzündung; ist der Kieferknochen betroffen, dann spricht man häufig von einer Kieferostitis. Häufig spürt der Patient aufgrund der langsamen Entwicklung lange Zeit nichts. Ein frühes Symptom der Osteomyelitis ist:

  • eine Schwellung des Kiefers
  • eine Ulzeration der Mundschleimhaut
  • Schwellung der Halslymphknoten
  • Zahnwanderungen
  • Sensibilitätsstörungen an der Unterlippe

Unterschieden werden sollte eine Osteomyelitis von einer banalen Alveolitis nach einer Zahnextraktion. Vor allem bei Rauchern kommt es nach einer Zahnentfernung zu einer unspezifischen Wundinfektion. Klassische Symptome solcher Alveolitis sind Wundschmerzen am 3 Tag nach dem Zahn ziehen.

Risikofaktoren für eine Osteomyelitis sind

  • unsaubere Verhältnisse in der Praxis
  • nicht befolgen der Verhaltensregel
  • Eingriffe bei schlechtem Allgemeinzustand

Die Diagnose der Osteomyelitis erfolgt mit Hilfe des Röntgens und der Knochenszinitgraphie. Die Behandlung der Osteomyelitis besteht in der Knochenabtragung (Knochenresektion) und/oder der Gabe von Antibiotika und/oder der Sauerstofftherapie.

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